Review

Jack Sholder gelang 1987 mit THE HIDDEN - DAS UNSAGBAR BÖSE ein kleiner aber feiner Genre-Klassiker. Seit diesem Erfolg machte er jedoch überwiegend mit zweifelhaften Beiträgen wie DER RETORTEN-KILLER oder zuletzt 12 DAYS OF TERROR, die in den hintersten Videotheken-Ecken aufzufinden sind, aufmerksam.

Aus dem Jahre 2001 stammt ein weiterer Beitrag, der sich einer der Urängste des Menschen annimmt - der Angst vor Spinnen (Arachnophobie).
Dementsprechend legte er bei ARACHNID auch großen Wert darauf, die pelzigen Tierchen möglichst groß und bedrohlich böse darzustellen.

Zur Story: Spinnen aus dem Weltall dezimieren die Mitglieder einer Forschungs-Expedition. Ein bunter Haufen aus Wissenschaftlern und Söldnern macht sich auf den Weg in den tiefsten Dschungel, um deren Verschwinden aufzuklären. Aber wie so oft läuft es von Anfang an nicht gut... das Flugzeug muss notlanden... es gibt keinen Ausweg aus der grünen Hölle des lateinamerikanischen Regenwaldes... 45 Grad... die Sonne brennt... das Monster wartet... perfekter Halt fürs Haar...

Klingt nach einer 08/15-Produktion für das RTL-Abendprogramm, ist aber im Endeffekt gar nicht mal so schlimm, wie es aussieht.
Obwohl die dilettantische, mit Spezial-Effekten an der Grenze zur Lächerlichkeit garnierte Eröffnungs-Sequenz das Schlimmste befürchten lässt, kann der Streifen in den nächsten knapp anderthalb Stunden durchaus unterhalten. Wenngleich die Story in keinster Weise Ernst zu nehmen und die überdimensionale Todesspinne aus dem All nicht sooooo Furcht einflössend ist, hält der Streifen den Zuschauer einigermaßen bei Stange. Außerdem gibts  einige nette, nicht allzu ernstzunehmende Nettigkeiten zu entdecken: Von der pfeifenden Flug-Salami im Natur-Darm über Tauziehen mit Tarantula bis hin zur Wigald Bonig-Ausgabe als Spinnen-Forscher - der Trash-Kenner wird an den Absurditäten seine Freude haben!

Als erfahrener Horrorfan kann man von der simplen Story natürlich nicht viel erwarten, der Handlungsverlauf ist alles andere als überraschend und auch die Charaktere sind mehr als ein eindimensional - dennoch sorgt ARACHNID über weite Strecken für einigermaßen wohlige Grusel-Atmosphäre, auch die Effekte können sich sehen lassen und ein zwei Schock-Momente werden auch serviert.

Was bleibt ist ein weitgehend harmloser, aber dennoch gerade für Genre-Freaks sehenswerter Tierhorror-Streifen, der Niemandem wirklich weh tut und sich gerade mal so eben über die Schwelle zum B-Film rettet.

(5 / 10)

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