Ich mag Tierhorror im Allgemeinen & ich mag Spinnenhorror im Speziellen. Dennoch hatte ich in Bezug auf die spanische Fantastic-Factory-Produktion Arachnid bloß eine starke Erinnerung: Nämlich, dass ich sie sehr enttäuschend fand. Gestern habe ich Jack Sholders Beitrag zum Genre eine zweite Chance gegeben & siehe da... so übel ist das alles ja gar nicht. Außerdem läuft da ein kauziger Spinnen-Experte rum, der mich ständig an Eddi Arent erinnerte.
Nachdem ein Mann aufgegriffen wurde, der offensichtlich an den Folgen eines Spinnenbisses leidet, wird schnell eine Expedition zusammengestellt, um auf der Insel, auf der er lebte, nach dem Rechten zu sehen & die Übeltäter einzufangen, um ein Gegengift zu entwickeln. Blöderweise sind die Krabbler dort nicht nur groß, sondern auch noch mutiert, weshalb die Forschungsreise sehr schnell zum fast aussichtslosen Survival-Trip gerät.
In den Hauptrollen: Chris Potter als Ex-Soldat & Alex Reid als Pilotin. Der Beginn ist, man kann es nicht anders sagen, beschissen. Schon mutig, dem zahlenden Publikum solche furchtbaren Effekte aus dem Rechner vorzusetzen. Nach ungläubigem Kopfschütteln & fassungslosem Facepalmen übte ich mich frohgemut in Zweck-Optimismus: Okay, dachte ich, das kann ja nur besser werden. Und ja, tatsächlich wurde es besser.
Die eingestreuten CGI-FX bleiben zwar schwach bis erbärmlich, aber die praktischen Effekte, allen voran Steve Johnsons beeindruckende mechatronische Monster-Spinne, können sich sehr wohl sehen lassen. Sholder baut in den unglaubwürdigen Plot ein paar nette Suspense-, Grusel-, Schock-, Horror-, Gore- & Ekel-Szenen ein & zieht zudem das Tempo an, sodass unnötiger Leerlauf ausbleibt. Also, den Anspruch runterschrauben & man wird mit einem zwar nicht guten, aber doch recht knackig-unterhaltsamen Creature-Feature belohnt.