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Dies ist sie, die Geschichte der wohl besten Band, welche jemals auf diesem Planeten eine Gitarre in die Hand bekommen hat. Es ist die Geschichte von 4 Jungs aus Liverpool, die sich auf machen um die Welt zumindest musikalisch zu revolutionieren. Sie werden Millionen Alben verkaufen und sie werden reich und berühmt werden, denn sie sind: "The Rutles".

Nun, es ist wohl nicht allzu schwer zu erraten welche andere berühmte Band hier Pate stand, für Eric Idles (fiktive) Musikdokumentation.
So ist es dann auch einfach herrlich Idle in den verschiedensten Rollen zu sehen, wie er die Geschichte der Beatles in einer unglaublich charmanten Art und Weise, einerseits Reflektiert, auf der anderen Seite auch reichlich auf die Schippe nimmt. Unterstützt wird er dabei von einem schier unglaublichen Aufgebot an Stars aus Musik und Filmbusiness, die oftmals nur wenige Sekunden zu sehen sind.
Da wären zum Beispiel: Mick Jagger, Paul McCartney, Paul Simon, John Belushi, Georg Harrison, Dan Aykroyd, Bill Murray und viele andere mehr.

Der Zuschauer wird dabei von einem Reporter (Eric Idle) zu den wichtigen Orten der Bandgeschichte gebracht. Begonnen beim ersten Treffen von Dirk McQuickley (auch Eric Idle) und Ron Nasty (Neil Innes) auf einem Parkplatz in Liverpool, über das Zusammentreffen mit ihrem zukünftigen Manager hinzu einem denkwürdigen Auftritt im Hamburger Rattenkeller und dem Erfolg in den USA. Natürlich darf auch nicht fehlen wie sich die Band immer mehr zerstreitet und letztlich nur noch über Anwälte miteinander kommuniziert.

Unterstützt werden diese Szenen mit Konzertausschnitten, in denen die Rutles ihre Hits präsentieren, die alle mindestens genauso gut sind wie die Songs der Beatles, und so ist auch immer zu erkennen welchen Song der Fab-Four nun gerade in der Rutles Version präsentiert bekommt, egal ob nun "Let it rut", "A hard day´s rut" oder "O-U-C-H!".
Natürlich hat eine fantastische Band wie die Rutles auch in Kinofilmen mitgewirkt, und so sehen wir dann auch noch Szenen aus den Rutles Filmen "A Hard Day's Rut" oder dem Zeichentrick Klassiker "A Yellow Submarine Sandwich".

Was Eric Idle, der hier neben unzähligen Rollen auch für Drehbuch und Regie verantwortlich ist, mit "The Rutles - all you need is cash" geschaffen hat, ist zugleich eine herrliche Parodie auf das Musikbusiness und eine ebenso grandiose Hommage an die Band, die eine ganze Generation geprägt hat und auch heute noch nichts von ihrem Reiz verloren hat.
Zugleich deutet der Film einen großen Schritt weg vom klassischen Monthy Python Humor an, auch wenn hin und wieder das anarchische durchschimmert.
Ein wirkliches Meisterwerk des Musikfilms und des britischen Humors. Umbedingt im englischen Original anschauen, dann macht der Film gleich noch mal so viel Spaß.

Als Fazit trifft es der Satz, mit dem uns Eric Idle im Film begrüßt, wie die, sprichwörtliche, Faust aufs Auge: "Die Geschichte der Rutles ist eine Legende, eine lebende Legende, die noch leben wird, wenn andere Legenden längst gestorben sind."

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