Review

Gestern war es soweit, endlich bekam ich POTC 3 zu sehen, und meine Erwartungen waren angesichts der teilweise herben Kritik im Vorfeld schon eher getrübt, doch ich wurde teilweise angenehm überrascht. Man kann sagen, dass der Film keineswegs so ein Debakel wurde wie der letzte Teil der Matrix-Triologie und um einiges besser ist als der nicht so gute 2. Teil, doch dem hervorragenden 1. Teil kann er nicht ganz das Wasser reichen.

Hauptgrund der gemischten Kritiken der Presse ist vielleicht der, dass der Film in Relation zur eigentlich Handlung einfach zu lange ist, knappe 3 Stunden ist schon etwas heftig. Allerdings hatte ich nicht so das Gefühl wie viele andere, dass die Zeit nicht wirklich verging, obwohl es natürlich ein paar Längen gibt. Eine Kürzung von ca. 20 bis 30 Min. hätte dem Film sicher nicht geschadet. Das Drehbuch weist leider einige Schwächen auf und zählt eher zum Negativpunkt des Films, der aber ansonsten phasenweise gut unterhalten kann!

Auf jeden Fall bietet die 2. Hälfte des Films (es gibt eine 15 Min. Pause im Kino aufgrund der Überlänge) wesentlich mehr als die erste, und aufgrund dieser 2. Hälfte erhält der Film dann auch ein positives Resümee von mir, obwohl auch die ersten 90 Min. recht unterhaltsam, aber nicht so actionreich sind. Die finale Schlacht ist wirklich sehr gut umgesetzt worden, auch wenn einige unglaubwürdige und übertriebene Stunts dabei sind, die aber nicht so schlimm ins Gewicht fallen. Was vielleicht eher ins Gewicht fallen dürfte für so manchen Zuseher ist die Tatsache, dass punkto Logik und Realismus (der Film ist am surrealistischsten von allen!) der 3. Teil am haarsträubendsten ist und man eher das Hirn abschalten sollte, da man sonst in Gefahr läuft, keine Freude daran zu haben. Auch die vielen Wendungen und diversen Täuschungsmanöver könnten einige Kinobesucher irritieren, wie schon weiter oben erwähnt ist das Drehbuch leider eher schwach.

Was die allgemeine Kritik punkto geringerer Screentime von Johnny Depp betrifft, so kann ich mich dessen nicht ganz anschließen. Er drückt nach wie vor dem Film komplett seinen Stempel auf, und vor allem gemeinsam mit Geoffrey Rush wird ein unterhaltsamer Schlagabtausch geboten. Die Szene die mich aber am meisten beeindruckte mit Jack Sparrow, war in der Totenwelt von Davy Jones: einfach nur herrlich, und vor allem für einen Blockbuster sehr sehr mutig, da sehr experimentell! Schade dass es nicht mehr davon gab, sonst wäre der Film in meiner Wertung beinahe gleichauf mit Teil 1!

Abschließend sei gesagt, dass mir der Film recht gut gefallen hat, und er wesentlich besser ist als der 2. Teil, von dem ich doch enttäuscht war. Vor allem werden die meisten Hinweise und Rätsel, die noch in Teil 2 auftauchten, aufgelöst. Teil 1 ist und bleibt aber eindeutig der Beste in der Reihe, da hier, was vor allem Drehbuch und Gags betrifft, fast alles gestimmt hat.

Hier noch meine abschließende Wertung von allen 3 Teilen zwecks besserer Einschätzung des Films:

Pirates of the Caribbean - The Curse of the Black Pearl 9/10

Pirates of the Caribbean - Deadman´s Chest 5.5/10

Pirates of the Caribbean - At Worlds End 7/10


Kleiner Tipp zum Abschluss: Unbedingt bis nach dem Abspann im Kino sitzen bleiben, es ist zwar diesmal kein Abschlußgag im eigentlichen Sinne, aber es lohnt sich trotzdem!

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