Review

  Was in Teil Zwei begann, wird hier fortgeführt, sowohl storytechnisch als auch stilistisch.

War Teil 2 noch düsterer als Teil 1, so ist dieser hier ungleich viel düsterer. War Teil 2 vom gefühlten Grad her etwas länger als Teil 1, so ist dieser Teil definitiv der längste Teil.

War Teil zwei auf jeden Fall darauf ausgerichtet so früh wie möglich so viel Knete wie möglich einzuspielen, weil jedem klar ist, dass er nicht die Güte des ersten teils hat, so ist dieser noch stärker darauf bedacht, weil die Güte noch etwas niedriger?
Nein! Genau hier irrt man: Teil drei ist nicht schlechter als der zweite Teil, er ist sogar besser. Das liegt daran, dass er noch weniger ausrechenbar erscheint, er noch ein Stück tiefer in die Psychen der Nebendarsteller geht, er vielen von ihnen genügend Entfaltungsspielraum gibt, und nicht etwa den Fehler begeht, sich vollends auf Jack Sparrow zu versteifen.Dadurch kann Johnny Depp weiterhin als Jack Sparrow glänzen, da er nicht drei Stunden lang sein Gesicht in die Kamera halten muß. Ihm wird ein nun noch verspielter aufspielender Geoffrey Rush entgegen gesetzt, was die wenigen lustigen Momente des Films beherrscht.
Die Story an sich ist zu lang und komplex, um sie hier wiederzugeben, vor allem weil ständig etwas passiert. So kommen einem die drei Stunden Laufzeit auch nicht zu lang vor: Ein wichtiger Aspekt bei so langen Filmen. Und obwohl ein gutes Stück düsterer als Teil 2, kommt der Film dennoch sehr frisch und lebendig rüber, weil hier tatsächlich eine Geschichte erzählt wird, die - wie es sich für gute Filme gehört - auch mal wagt, einiges Off-Panel zu belassen. Und das Ende, obwohl nicht wirklich kein Happy End hat es auch irgendwie in sich....

Also, alles in allem ein krönender Abschluß dieser Saga, der sogar noch so gut ist, dass man auch gerne in den nächsten Sommern auch mal gerne weitere Teile sehen wollen würde, das kann man nicht nur so sagen, nein: Man muss es sogar so sagen!!!

Andere kommerzieller Franchise angehörende Trilogien können sich hiervon wirklich ein gutes Stück abschneiden, gemeint sind solche Filmreihen wie Spider-Man, Star Wars oder gar Matrix, wo man (bzw. ich persönlich) dann doch froh war, dass es endlich vorbei ist.
Gibt es denn nichts schlechtes zu berichten? Doch, wie schon im Vorteil: Keira Knightley als lebendes Frankfurter Würstchen, als Frau (hahahaha) mit gehörig Sex-Appeal (hust-hust). Es muß ja nicht gleich Pamela Anderson sein, aber ein paar Kurven mehr hätten ihr nicht geschadet, und sei es nur unter Zuhilfenahme von irgendwelchen Polstern in ihren Kostümen gewesen. So ein Knabenmädchen kommt auch nicht gerade als Anführer gut rüber....
Ansonsten könnte man noch anmerken, dass der Film vor allem wegen der Überlänge und der großen Düsterkeit etwas stärker vom familientauglichen Franchsie abrückt und sich daher, obwohl ganz klar als Blockbuster angelegt, dem Risiko hergibt, erfolgloser als der Vorgänger zu werden. Aber mir persönlich hat dieser Schritt auf jeden Fall sehr gut gefallen, und wie gesagt, weiteren Teilen nicht abgeneigt zurück gelassen.Aber dann müsste Geoffrey Rush ebenfalls wieder dabei sein, hehehehe.
7 Punkte

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