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Inspektor Lee ist der größte Feind des organisierten Verbrechens in Hongkong. Sein väterlicher Freund, Konsul Han, unterstützt den Martial-Arts-Meister dabei. Als bei einem Aufenthalt in den USA Hans Tochter mitten in der Rushhour entführt wird, besteht der besorgte Vater darauf, dass das FBI Inspektor Lee zu den Ermittlungen hinzuzieht. James Carter ist die Schande der Polizei von Los Angeles. Jetzt soll er dafür sorgen, dass Lee dem FBI nicht ins Handwerk pfuscht. Aber Carter hat andere Pläne: Im Alleingang will der gewitzte Bille den Fall lösen und seinen Vorgesetzten beweisen, dass er ein wahrer Supercop ist.

Rush Hour verfolgt das gleiche Prinzip wie die Shanghai Filme mit Owen Wilson, eine East meets West Buddy Actionkomödie, von denen Chan für den akrobatischen Teil (und er zeigt hier wirklich einige beeindruckende Moves) zuständig ist, während Tucker eher gewohnt Verbalakrobatisch tätig ist. Nach eher schwierigen Startbedingungen, die allerdings die besten Jokes des Films haben (Tuckers Eintritt beim FBI und das Spachmißverständnis), raufen sich die beiden ungleichen Partner zusammen und machen sich auf die Spur der entführten Konsulstochter und so ward ein neues dynamisches Copduo geboren, das es immerhin noch auf zwei Fortsetzungen brachte.
Auch wenn zwischendurch mal ganze Stockwerke in die Luft fliegen, ist Rush Hour natürlich voll auf Comedy programmiert und lebt vom zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller und die Chemie zwischen den beiden stimmt sichtlich. Es gibt flotte Sprüche am laufenden Band und auch die Martial Arts Action kommt nicht zu kurz, teilweise agieren beide auch als Tag Team und kloppen gemeinsam die bösen Burschen nieder. Zum Finale gibt nochmals großangelegte Action bei einer Kunstausstellungen, Ehrensache für Jackie, das er (vergeblich) alles gibt um die heimischen Kunstwerke zu schützen. Als Bösewicht muß diesmal ein Brite herhalten, der seit der Rückgabe Hong Kongs seine lukrative schwarzen Geschäfte davonschwimmen sieht und zusammen mit seinen chinesischen Henchmen dort ordentlich Budenzauber veranstaltet.
Von seinen US Werken ist Rush Hour definitiv eines seiner besten. Der Film ist eine gelungene Mischung aus Action und Klamauk und hat ein gut aufgelegtes Tandem an Protagonisten. Auf manche Sangeseinlage, wie die Interpretation von Bruce Springsteens "War" hätte man notfalls auch verzichten können, aber das sind maximal Bagatellen, denn es überwiegen eindeutig die Stärken.
8/10

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