Review

Willkommen in Hollywood


Ende der 90er hatten Buddy-Cop-Action-Komödien ihren Zenit schon längst hinter sich, „Lethal Weapon“ oder „48 Hours“ waren nicht mehr die Blockbuster von einst. Und dann kamen Jackie Chan und Chris Tucker - und mit „Rush Hour“ erlebte das (vor allem in den 80ern boomende) Subgenre nochmal einen klaren, recht späten Höhepunkt. In dem Mix aus Kung Fu, Krimi, gegenseitigen Vorurteilen und losem Mundwerk müssen sich zwei sehr unterschiedliche Cops, einer aus Hong Kong, der andere aus L.A., zusammentun, um die entführte Tochter eines chinesischen Konsuls zu retten...

Seitdem ich als 10-jähriger Knirps damals mit meinem Vater „Rush Hour“ im Kino genießen durfte, habe ich eine weiche Stelle für die Reihe. Teil 3 natürlich mit großen Abstrichen. Aber dieses Original (und sehr nah dran auch das direkte Sequel) ist einfach großartig unterhaltsam. Chris Tucker war nie besser (und hier auch noch kaum nervig!), Jackie war noch fast in Topform. Die Chemie der beiden ist schlicht sagenhaft und ansteckend gut. Humor trifft Handkantenschläge. East trifft auf West. Asiatische Skills auf amerikanisches Selbstbewusstsein. Völkerverständigung und Klischeekontrastierung mit rasantem Tempo und guter Balance. Kurzweilige Kumpels. Herz am rechten Fleck. Immer noch absolut stark. Crowdpleaser und Sympathieträger. Und im nahezu eisigen (Wirtschafts-)Krieg zwischen den Staaten und dem Kaiserreich auch oder sogar gerade heutzutage mit etlichen wichtigen Erkenntnissen und Kompromissen. Meint man gar nicht. Ist aber so. 

Fazit: Jackie Chans schmissige, etwas verspätete Hollywood-Begrüßungsparty und eine der launigsten Buddy-Cop-Komödien... aller Zeiten?! 

Details
Ähnliche Filme