C-Movie und darunter Fans aufgepasst, denn „WarDog“ liefert sinnfreie, saublutige Action bis zum Abwinken. Unter der Fuchtel von Björn Carlström und Daniel Hübenbecher 1986 in Schweden entstanden, gibt es einen nett anzusehenden Streifen, der sich nicht unbedingt von US Produktionen gleichen Kalibers verstecken muss.
Vietnam Veteran Charles Steward wollte nie glauben, dass sein Bruder Rick in Vietnam gefallen war. Ständig auf der Suche nach ihm, bekommt er über ein Videoband eine heiße Spur und macht sich sofort auf die Suche. Er entdeckt eine Söldner Einheit, die aus ehemaligen Vietnam Soldaten besteht, alle zum perfekten Soldaten getrimmt. Charles gelingt es zwar seinen Bruder zu befreien, aber damit fängt der Spaß erst an.
Ohne Überraschungen holzt der Film von Ballerei zu Ballerei. Hier und da etwas Gelaber, aber großen Wert wurde auf die Handlung nicht gelegt. Dafür ist der Rest durchaus brauchbar inszeniert und kann den Fan billiger Actiongülle bei Laune halten. Ein bekanntes Gesicht fehlt aber leider weit und breit. Zwar stolpert Timothy Earle als Charles ganz passabel durchs Bild, die übrigen Darsteller können ihre Rollen jedoch nur bedingt mit Leben erfüllen und treiben damit die unfreiwillige Komik ganz gut in die Höhe. Nicht zuletzt durch die todernst vorgetragenen Dialoge kommt Stimmung auf. Ansonsten kann man sich an billigsten Sets, unlogischem Verhalten und einem genialen Nacht- Tagwechsel erfreuen. Für jeden ist da was dabei. Also perfekte Kumpel-Bier Unterhaltung.
Und mal ganz abgesehen vom geilen Trashfaktor ist der Streifen wirklich richtig blutig. Schon nahe an der Menschenverachtung wird auf alles geballert was laufen kann. Egal ob Mann Frau, Greis oder Kind, hier geht es rund. Ob das nun wirklich nötig war muss jeder für sich selbst ausmachen. Ich hatte jedenfalls meinen Spaß.
Fazit: Brauchbare Actiongülle ohne Besonderheiten, für den Fan ohne großen Anspruch.