Wieder mimt Charles Bronson den Architekten Paul Kersey, wahrscheinlich seine Rolle überhaupt. Leider merkt man den Film deutlich an, das Bronson hier noch seine Verträge mit dem damaligen 21-Century-Boss Menahem Golan erfüllen musste. Im Zuge der Cannon-Pleite übernahm Menahem Golan mit der neuen Produktionsfirma die Produktion.
Im Vergleich zu den anderen Filmen der Death Wish Reihe schneidet dieser am schlechtesten ab, ist aber immer noch ein interessanter Rächerfilm. Einige Einfälle haben wir auch hier gefallen, wenn Paul Kersey Bsp. einen Peiniger mit einem selbstgebastelten Funk-Fußball umbringt. Ansonsten läuft alles sehr Klischeehaft ab und erinnert sehr an die Vorläufer (sehr ähnlich zum Teil 4). Bronson nimmt den Tod seiner Verlobten sehr leicht auf und ist erst dann animiert alle bösen Buben zu ermorden. Das ganze ist teilweise sehr hart (Tod mit Fußball und Säurebad im Finale) und bietet einige Shoot-Outs, bleibt aber hinter den Möglichkeiten zurück. Spannung kommt so gut wie kaum auf, da alles vorhersehbar ist. Und zum Ende hin, kann der Selbstjustiz-Rächer mal wieder ungehindert davon marschieren.
Die Schauspieler-Kollegen sind ziemlich blass. Michael Parks spielt seine Rolle ganz passabel und Lesly Ann Down muss bereits nach 40 Minuten vom Bildschirm verschwinden (wo kriegt Paul Kersey nur immer diese jüngeren, erfolgreichen Frauen her ?)
Positiv ist noch erwähnen, das Bronson wieder von mit der selben Synchronstimme versehen wurde, die wir bereits aus Teil 3 und 4 kennen und mit der er in den 80er Jahren sehr oft vertont wurde. Diese Stimme passt einfach zu Ihm (ich kenne leider den deutschen Sprecher nicht mit dem Namen).
Fazit:
für Bronson-Fans: 50 %
für alle anderen: 40 %