"Crackdown" ist der 3. Aufguss des Klassikers "Ein Mann sieht rot". Diesmal spielt "Rächer" Paul Kersey zwei Dealerbanden gegeneinanders aus, nachdem seine Tochter durch eine Überdosis im Krankenhaus verstarb.
Objektiv betrachtet ist Death Wish 4 ein dumpfer Selbstjustiz-Streifen, in dem Gewalt offen propagiert wird und die Story in den Hintergrund rückt. Vom subjektiven Standpunkt her gesehen halte ich Death Wish 4 für einen gelungenen Actionreisser, der imo wie seine 3 Vorgänger zu den besten Vertretern seines Genres gehört.
Gewaltmäßig konzentriert sich Deat Wish 4 auf ausufernde Schiesserreien, die routiniert und blutig in Szene gesetzt sind. Die FSK18 ist gerechtfertigt. Menschenverachtung wird hier gross geschrieben.
Charles Bronson merkt man hier schon deutlich sein Alter an. Er bewegt sich teils träge und scheint auch generell über seine Paraderolle hinausgealtert zu sein. Im 5. Teil der Reihe wird dies besonders deutlich. Die Rolle des eher zurückhaltenden Ermittlers würde jetzt besser zu ihm passen.
Wie dem auch sei. Hier kann man Bronson als Rauhbein pur erleben. Für Fans anspruchsloser Actionunterhaltung kann ich die Uncut-Fassung bedenkenlos empfehlen. Besonders gelungen sind meiner Meinung nach die Schiesserrei in der Fischfabrik sowie in den Ölfeldern. Das Finale hätte aber ruhig ein bisschen ausgedehnter sein können. Aber ich will nicht gross rummeckern und sage nur:
Ran an den Speck ! :)