Review

*Mit Handlungsspoilern!*

Wo hier „Das Weiß im Auge“ ist, wird wohl immer ein ungelöstes Geheimnis bleiben, aber Karlchen Bronson haut mal wieder mächtig drauf, in den 80ern hat der Gute ja eh nur noch einen Selbstjustizkracher nach dem anderen zum Jawollschreien weggekurbelt, da fällt dieser auch nur noch auf, weil es sich um die vierte Runde der Death Wish-Reihe handelt.

Inzwischen sind nun wirklich alle ursprünglichen Anverwandten von Paul Kersey tot und deswegen muß seine neue Flamme samt Töchterlein dran glauben.
Kennzeichen des vierten Teils ist höchstens, daß er flutscht wie Sau: so schnell und glattgebügelt war ein Teenie noch selten in der Reihe den Drogentod gestorben, der Dealer-Killer ist zwei Minuten später dran und anschließend läßt sich Bronson als Mietkiller anwerben, um die Organisation des Finsterlings dahinter auszulöschen, was er auch bis knapp hinter die Halbzeitmarke des Films schon erledigt hat.

Der Gute kommt in jeden Job, hat sofort das Füßchen in der Tür und semmelt sie alle um, wenn er sie nicht vom Balkon schmeißt. Zwei Bullen sind pro forma auch dabei, von denen der eine natürlich bei der Muffia auf der Lohnliste steht und der anderes das partout nicht einsehen will.

Den dollen Plot-Twist ahnen wir schon, als alles so schnell geht, latürnich ist der Anwerber selbst die finstere Macht, die hier die Konkurrenz ausschaltet. Aber Paul Kersey läßt sich auch davon nicht aufhalten, auch wenn er am Ende zu langsam zieht und wieder mal alleine dasteht.
Nach 1987 war dann aber auch bald Schluß mit dem Rächertum, auch Charles kam langsam ins Rentenalter und die ganz peinlichen Streifen von der Moral her, waren damit zuende.
Der hier ist aber nur noch für Anspruchslose und alle, die noch im Miami-Vice-Zeitalter der zynischen Kaltblütigkeit leben. (3/10)

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