Inhalt:
Der amerikanische Präsident soll in Spanien eine Rede bei einem Friedensgipfel halten, doch dazu kommt es nicht, da dieser vorher auf dem Podium erschossen wird.
Kurz danach explodiert auf dem Platz des Geschehens eine Bombe... nun beginnt die Jagd nach den Tätern.
Kritik:
Zugute halten muss man dem Film lediglich seine Aufmachung, sprich die solide Kameraarbeit und moderne Aufmachung.
Sonst nichts. Leider genügt das noch lange nicht für einen guten Actionthriller, der auch in politischer Hinsicht ernst genommen werden möchte und sich nah an die Realität anlehnt!
Jede zweite Szene habe ich als total lächerlich empfunden. Die Grundidee ist dabei doch sehr interessant, ein Ereignis nach und nach zu entschlüsseln, indem man im Grunde immer das Gleiche aus verschiedenen Perspektiven (Personen) betrachtet. Doch der Storyverlauf ist dermaßen an den Haaren herbei gezogen und strotzt nur so vor Unlogik, dass habe ich wirklich noch nie gesehen!
Wenn in Actionthrillern ein Bruce Willis mit einem Düsenjet ein Autobahnkreuz abschiesst, oder wie hier in "8 Blickwinkel" eine Verfolgungsjagd durch eine völlig überfüllte und im Chaos versunkene Stadt gemacht wird, ist das nicht relitätsnah, doch es gehört dazu! Aber so viele, zum größten Teil sehr leicht vermeidbare und total überflüssige, logische Ungereimtheiten sind ein echtes Ärgernis und haben diesen Film schlichtweg versaut.
Ein Mann verfolgt Agenten bei einer Hetzjagd, und filmt diese dabei. Lächerlich, aber das wäre alleine noch nicht so schlimm.
Dies trägt sich 8 Blocks von der Explosion zu.
Ein zuvor von diesem Mann gerettetes Mädchen läuft genau dort, suchend nach ihrer Mutter, über eine stark befahrene Straße.
Zufall?
Natürlich rettet dieser Mann das Mädchen wieder. Dem noch nicht genug: Alle anderen Handlungsstränge kommen just in diesem Moment hier zusammen, denn der Krankenwagen, der völlig zufällig auf das Mädchen zurast, beinhaltet 2 Terroristen samt dem amerikanischen Präsidenten!
Dem nicht genug, denn natürlich endet genau hier in diesem Moment auch eine andere Verfolgungsjagd, in die Dennis Quaid als Bodyguard verwickelt ist und deshalb den Präsidenten retten kann. So ein lächerlich herbeigeführter Zufall, das sich alle Handlungsstränge hier treffen, ist einfach nicht mehr ignorierbar.
Dieser kurze Ausschnitt ist noch lange nicht das Ende der langen Liste an Zufällen und schwachsinnigen Situationen:
Weshalb soll der Präsident, kurz nach der Explosion, innerhalb Sekunden einen Anschlag auf ein Terroristenlager in Marokko (!) bewilligen? Das hat nicht den Hauch irgendeines Sinns, außer das der Präsident sagen kann: "Nein, sowas mache ich nicht!"
Ansonsten ist diese Szene nur lächerlich.
Oder weshalb müssen die Terroristen jemanden zwingen den Präsidenten zu entführen, indem sie dessen Bruder kidnappen? Es gibt also keinen Einzigen der das hätte machen können in einer sehr organisiert dargestellten Truppe, die sogar ein IPhone zu einem Maschinengewehr- und Ventilator-Steuergerät umfunktionieren kann?
Ich könnte noch viele solcher Szenen beschreiben die für mich absolut keinen SInn ergeben und aus einer guten Grundidee einen völlig lächerlichen Film machen.
Die Schauspieler liefern alle keine Glanzleistungen ab, aber ich gebe alleine dem Drehbuch und der Umsetzung die Schuld an diesem schlechten Film!
FAZIT:
Wer hier einen politischen Actionthriller à la "Die Stunde der Patrioten" erwartet, der wird bitter enttäuscht, denn hier passt nichts zusammen! Getragen wird der Film von Ungereimtheiten und unlogisch herbeigeführten Situationen, die allesamt lächerlich wirken. Da nützt auch keine moderne Optik inklusive Wackelkamera, von der man leicht geblendet wird, doch wer auch nur kurz über das Gesehene nachdenkt bekommt einen Lachanfall! Ganz knappe 2/10 Punkten.