Review

Schon die erste Szene, und damit der erste der insgesamt acht unterschiedlichen Blickwinkel, hat es in sich: Das Attentat auf den amerikanischen Präsidenten - Hauptgegenstand des gesamten Films - wird aus der Sicht eines TV-Teams gezeigt, das Regieanweisungen an Kommentatoren, Kameraleute etc. gibt, als gerade das unerwartete Attentat geschieht. Die Emotionen des TV-Teams, von anfänglicher Sensationsgier bis hin zu Angst, Entsetzen und dem Ausblenden der Übertragung, sind unmittelbar spürbar. Aus dieser Perspektive haben wir ein Attentat noch nicht gesehen. Mit den weiteren Blickwinkeln ergänzt sich dem Zuschauer dann nach und nach ein raffiniertes filmisches Puzzle, bei dem sich immer wieder die Wege der Protagonisten, die selber wie der Zuschauer Beobachter sind, kreuzen. Zu der innovativen und inszenatorisch gut gelösten Grundidee gesellt sich zudem eine spektakuläre Verfolgungsjagd. - Ein großes Manko ist jedoch das eindeutig zu amerikanische Happy End, das einen etwas faden Beigeschmack hinterlässt.

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