Alle Kurzkommentare


9

Eine Komödie von Shakespeare, dazu auch noch in der damaligen Sprache dargeboten, so etwas soll mir gefallen? Selten so gelacht! Dieses Lachen sollte mir aber im Halse stecken bleiben, als ich mir vor ca. 10 Jahren den Film zum ersten Mal ansah. Von der ersten Minute an wird man vor allem von der malerischen Landschaft und den durch die Bank hervorragend besetzten Schauspielern mitgerissen. Die Dialoge sind trotz der nicht mehr zeitgemäßen Sprache (is` ja logisch) jederzeit spritzig und perfekt ausgearbeitet. Das hat Kenneth Brannagh verdammt gut hinbekommen, aber dafür hat er halt ein Händchen. Die Lebensfreude des Films überträgt sich jedenfalls von den Schauspielern auf das Publikum, obwohl die Story alles andere als Friede, Freude, Eierkuchen verspricht. Aber das Ganze wird trotz zwischenzeitlicher Dramatik humorvoll dargeboten, ist ja schließlich auch `ne Komödie und kein Trauerstück wie "Romeo und Julia" Da gibt sogar ein Kunstbanause wie ich gerne 9 Punkte!

8

Scheinbar hat sich Kenneth Branagh zum Ziel gesetzt, sämtliche Shakespeare Stücke bis zu seinem Tod für die Leinwand zu adaptieren; dagegen spricht auch nichts. Bis dato hat er jedes verfilmte Werk mit Bravour in Szene gesetzt. Sowohl thematisch wie sprachlich hat Shakespeare heutzutage für eine filmische Umsetzung einen schweren Stand. Wer hört sich über zwei Stunden verquere Satzbildung und dramatische Themen an, über die man in der heutigen Zeit nur noch müde lächeln kann. Kenneth Branagh hat die außergewöhnliche Begabung, eben Aufgeführtes, für die Leinwand unterhaltsam und packend zu verarbeiten. "Viel Lärm um Nichts" ist mit einer humorvollen Leichtigkeit insziniert, hat Thempo, Witz und läßt keinerlei Schwerfälligkeit aufkommen. Solch ein Film kann die Brücke für, normalerweise eher Desinteressierte, an klassischen Stücken sein.

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