Alle Kurzkommentare


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Wenn ein augenscheinlich hochbegabter, italienischer Vielfilmer wie Bruno Mattei beschließt, unmittelbar vor seinem Tod nochmal in die Fußstapfen seines großen Vorbildes Lucio Fulci ("Woodoo - Schreckensinsel der Zombies", "Ein Zombie hing am Glockenseil") zu treten, um sich ein angemessenes Vermächtnis zu verschaffen, das wie die Protagonisten seines Films über dessen Tod hinaus währt, kann man dieses ultradilletantische und stupide Pseudo-Untoten-Gemetzel zunächst noch beschmunzeln, das auch dank "sehr gelungener" englischer Synchronisation nur so vor Dummheit strotzt, im Endeffekt müssen wir jedoch der Wahrheit ins Auge sehen .... 

Satz mit x. War wohl nix ...

2.5/10

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Bruno Mattei hat kurz vor seinem Tod noch an einer eigenen kleinen Italo-Splatterwelle gewerkelt. Herausgekommen ist dabei u.a. dieser Heuler, der viele der Schwächen der alten Streifen übernommen hat, aber gleichzeitig leider auch aufzeigt, dass sich die Magie von einst nicht mehr so leicht reproduzieren lässt. Dabei ist der Beginn durchaus stilvoll und auch die Drehorte und Studiokulissen sind allesamt sorgfältig ausgewählt. Wenn in Laken gewickelte Kadaver Kopfschüsse verpasst bekommen, dann werden sogar Erinnerungen an WOODOO - DIE SCHRECKENSINSEL DER ZOMBIES wach. Die sich gegenseitig im Fratzenschneiden überbietenden Undarsteller, sowohl die Lebenden als auch die Untoten, machen jedoch vieles wieder zunichte. Die schludrigen Dialoge und billigen Makeups (Templer mit schwarzen Hundenasen!) tun ein Übriges. Nach 90 Minuten Irrgartengestolper ist der Spuk vorbei.

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Mattei alias Vincent Dawn ("Die Hölle der lebenden Toten") wollt's noch mal wissen und schuf mit "Island of the Living Dead" Zombie-Trash in Amateur-Optik. Glücklicherweise nimmt dieser sich alles andere als ernst, so dass der geneigte Zuschauer Zeuge einer Art Hommage bzw. Karikatur des Zombie-Subgenres wird, das mit schlechten Schauspielern, schlechten Effekten (die anscheinend selbst für die FSK zu schlecht waren, was die 16er-Freigabe erklären dürfte), zusammengeklaubter Story und kruden Ideen für viel Unterhaltung für Anhänger des schlechten Geschmacks sorgt. Ich will gar nicht zuviel verraten - wer für charmanten Amateur-Trash von einem alten Hasen des Exploitation-Kinos, der zahlreiche Vorbilder zitiert, ein Herz hat, wird auf seien Kosten kommen. Alle anderen seien aber ausdrücklich gewarnt.

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