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Die Fortsetzung des Klassikers von 1974. Charles Bronson wieder einmal in seiner Rolle als selbstloser Rächer...

Diesmal ist Paul Kersey nach L.A. gezogen, um den Schmerz zu vergessen und die Polizei hintersich zu lassen. Hier lebt er mit seiner kranken Tochter, einer neuen Freundin und Haushälterin in einem idyllischen Haus. Bei einem Spaziergang will Kersey ein Eis holen, wobei ihm die Brieftasche geklaut wird. Hier reagiert er dennoch human und es scheint als sei er wieder ein normaler durchschnitts Bürger geworden, der sich nicht zur Wehr setzt. Doch ein weiterer Schicksalsschlag kommt auf ihn zu. Nachdem seine Haushälterin vergewaltigt und getötet wurde, haben die Gangster seine Tochter entführt. Auch sie entgeht keiner Tortur und wird von den Gangstern vergewaltigt. Daraufhin begeht sie Selbstmord. Kersey will der Polizei nichts sagen und wird von nun an wieder der Rächer.

Die Vergewaltigung und der Tod der Tochter sind wohl das traurige "Highlight" des Films. Denn dieser Film wird immer mit diesen harten 10 Minuten in Verbindung gebracht. Die Haushälterin wird brutal vergewaltigt und schließlich getötet. Die Art und Weise ist dabei wirklich grausam und man bekommt schon mal eine Gänsehaut bei dieser grausigen Szene. Viel schlimmer ergeht es der Tochter. Diese hat schon einmal so eine harte Folter durchgemacht und war dadurch gezeichnet. Als sie hier vergewaltigt wird, wirkt sie wie abwesend und lässt die Verbrecher machen. In ihrer Verzweiflung springt sie aus dem Fenster und wird von einem Zaun aufgespießt. Diese Szene geht wirklich unter die Haut und da verwundert es eigentlich, dass Bronson die Täter selbst nicht quält, sondern "nur" kurzen Prozess macht. Hier hätte man einfach mehr erwartet. Im Gegensatz zu diesem Film, wird bei "Man On Fire" und "The Punisher" mit den Bösen gespielt bis sie in die ewigen Jagdgründe geschickt werden. Dies ist sicher auch die größte Schwäche des Films. Die Action ist kurz und die Tötungen (warum man den Film halt nun mal guckt) unspektakulär.

Der Film beginnt stark und baut richtige Spannung auf. Es kribbelt richtig in einem, als Kersey wieder auf Gangster jagt geht. Hier lässt er auch hammerharte One-Liner vom Stapel, die einem das Actionherz höher schlagen lassen. Doch leider sakt der Film nach den ersten 45 Minuten enorm ab. Alles läuft nach Schema-F ab und auch die Actionszenen sind sehr langweilig. Immer wieder nur langweilige Schießereien. Am Anfang weiß dies noch zu gefallen, doch da es am Ende auch wieder das Gleiche ist, vergeht einem der Spaß doch sehr. Positiv anzumerken ist aber, dass Ochoa, der auch schon im ersten Teil 1 nach Kersey gefandet hat, einen kurzen Auftritt hat. Hier kommt er Kersey sogar indirekt zur Hilfe, aber wird dann selbst zum Opfer der Gangster. Negativ fällt weiterhin auf, dass alle Baddies gleich behandelt werden und keiner von ihnen aus der Masse herausragt. Man wünscht ihnen zwar den Tod, aber eine gewisse Person, die über allem steht, gibt es nicht. Bei diesem Film bleibt der Anspruch sowieso auf der Strecke. Alle Ansätze von Kritik gibt es nicht mehr, sondern im Vordergrund steht die Rache von Kersey, die als positiv dargestellt wird. Die Atmosphäre ist aber wieder sehr gut gelungen. Die dreckige und düstere Stimmung ist klasse und auch die Musik ist schön düster.

Hier kann man dafür Kerseys Motiv für die Morde nachvollziehen, er bringt diejenigen um, die sein Leben zerstört haben.

Fazi:
Das was diesen Film ausmacht, sind die brutalen Vergewaltigungen, die bei einem hängen bleiben. Alles andere bleibt leider blaß und nach einem tollen Auftakt sakt der Film leider ab. Charles Bronson ist in seiner Rolle wie immer perfekt besetzt und man merkt ihm die Genugtuung für die Morde an. Eine richtige Steigerung zu Teil 1 ist der Film aber leider nicht wirklich.

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