Death Wish 2
Jawohl. Die Todesstrafe muss wieder her, und nach dem Sehen von diesem humanen Film wollen wir alle Lumpen auch gleich mit der Todesspritze beglücken.
Bronson, souverän mit seinen immer leicht zugekniffenen Augen, ist nach L.A. gezogen, um alles zu vergessen. Doch schon bald wird das Gesindel, eine gemischtrassige Bande von Strolchen, ihn stören. Bei einem Familienausflug mit seiner taubstummen Tochter (sie wurde in Teil 1 vergewaltigt), klaut ihn der menschliche Müll seine Brieftasche. Bronson will gleich zur Sache, aber beherrscht sich. Als dann aber die Haushälterin überfallen und vergewaltigt wird, und danach seine Tochter vergewaltigt wird und bei der Flucht stirbt, hat er genug vom Scheiss-liberalen Gelaber: in seiner Wohnung hat er eine Knarre, er sucht sich eine Absteige in der Bronx und sucht die Lumpen. Schon bald wird er fündig: eine arbeitsscheuer Weißer, mit frech einem Kreuz um den Hals, bekommt die Quittung, und die beste Dialogszene des Films ist fertig: „Glaubst du an Jesus?“ „Ja“ „Gleich wirst du ihn sehen“. Spricht‘s und schießt dem Lumpen fett was in die Brust.
Doch nicht genug. Der Zuschauer will mehr. Zwei Vergewaltigungen brachten das Blut zum Kochen. Eine gemütliche Kastration wäre das Mindeste, was jeder anständige Vater mit dem Vergewaltiger machen würde. Doch was macht der Film? Er wird schwach. Nochmals eine billige Ballerei in einer Tiefgarage (gute Szene mit Schuss in den Ghettoblaster und danach in die Lumpen-Birne), aber danach sackt der Film weg.
Irgendwo habe ich gelesen, das dieser Film „hart“ sein soll. Nun ist das einzig Harte an diesem Film die andauernden Vergewaltigungen. Das danach nicht a la „Day of the woman“ abgerechnet wird, ist mir ein Rätsel. Hier fehlt eindeutig die Härte die ich mir gewünscht hätte: Kniescheibenzerschiessen bei den Lumpen, dann Kopfschuss, Kastration mit anschließendem Gebettel um den Kopfschuss, und und und. Wenn man schon einen Film macht, der latent die Todesstrafe herbeizaubert, dann sollte doch mal in die Vollen gegangen werden. Was aber bleibt ist ein fader Nachgeschmack. Dieser Film ist nichts halbes und nichts ganzes. Eindeutig sollte hier an den Erfolg von Death Wish I angespielt werden.
Fazit: Dem Film fehlt eindeutig Gewalt. Was soll auch schon sein mit einem Film, den die FSK an 18 ohne Schnitte freigibt. Kann ja nur Babykram sein. Ich rate ab.