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Paul Kersey geht in die zweite Runde und lädt erneut durch...

Charles Bronson aka Paul Kersey lebt nach den Vorfällen in New York glücklich in Los Angeles. Er hat erneut geheiratet und seine verstörte Tochter beginnt langsam wieder zu sprechen.

Bei einem gemeinsamen Ausflug wird er wie es der Zufall so will überfallen und ihm die Brieftasche abgenohmen. Jedoch kann er einen der Vögel schnappen und zeigt ihm, was er noch auf dem Kasten hat.Leider handelt es sich bei der Bande mit der Kersey sich angelegt hat um brutale Gangster die vor nichts zurückschrecken; Kersey´s Hausfrau wird in Folge eines Racheaktes brutal vergewaltigt und getötet, seine Tochter entführt und in den Tod gehetzt.

Die meisten Fortsetzungen laufen nach dem Muster schneller, härter und lauter ab. Auch "Death Wish II" ist hier keine Ausnahme. War die Vergewaltigung im Vorgänger nur kurz angedeutet wird sie hier in einer fast als unendlich erscheinenden Länge und mit selten gesehener Härte präsentiert.

Auch die Shootouts sind viel härter und auch richtige Actionszenen; in Teil 1 gabs ja nur schnelle Exekutionen.

Aber ist härter gleich besser?

Vom Vorgänger der eigentlich nur Selbstjustiz in Extremform propagierte war ich schon wenig begeistert und der zweite Teil wirkt auch nicht besser.

Zwar darf Kersey hier die wahren Täter jagen bzw töten und knallt nicht jeden ab der rumläuft wie Falschgeld, jedoch wirkt der Film extrem billig.

Die Story ist ein müder Abklatsch des ersten und Spannung stellt sich kaum ein. Bronson agiert mal wieder wie ein Baumstumpf und wirkt absolut unrealistisch.Kaum ist seine Tochter tot holt er sofort eine Waffe und hat eine böse Mine drauf. Gefühle wie Trauer hat der Mensch wohl nicht !

Die Jagd nach den Tätern wirkt absolut banal, die meisten sieht er irgendwo rumlungern und machte sie dann alle. Der gesamte Cast ist austauschbar und keiner spielt wirklich gut. Zwar wurden alte Gesichter wie der Bulle aus Teil 1 übernommen, spielen aber nur im Hintergrund oder segnen schnell das Zeitliche.

"Death Wish II" hat einiges besser gemacht als der erste Teil, wirkt aber extrem abgekupfert und lieblos. Brutale Vergewaltigungen und banale Schauspieler gehen hier Hand in Hand. Alles in allem ein langweiliger und halbgarer Actioner der nur durch wenige Szenen etwas unterhalten kann .

" Glaubst du an Jesus ?" ; trockener gehts wohl kaum,aber leider die einzig wirklich gute Stelle im gesamten Film. Freunde von Chuck Norris und Konsorten werden mit dem Streifen aber trotzdem auf ihre Kosten kommen.(3/10)

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