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Mit Death Wish alias Ein Mann sieht Rot feierte Charles Bronson und Regisseur Michael Winner einen großen Erfolg. So wundert es nicht das sich beide 7 Jahre später an eine Fortsetzung machten, die aber das ohnehin bescheidene Niveau des Erstlings nochmal unterbietet.


Der erfolgreiche Architekt Paul Kersey lebt seit fünf Jahren gemeinsam mit seiner neuen Lebensgefährtin Geri Nichols, einer bekannten Radiojournalistin, und seiner traumatisierten Tochter Carol in Los Angeles. Carol, einst Opfer einer brutalen Vergewaltigung in New York, befindet sich langsam wieder auf dem Weg der Besserung. Es herrscht eine friedliche familiäre Idylle, die jedoch von einer steigenden Zahl von Gewaltverbrechen, sowie einer alarmierenden Zahl von Gewalttaten mit tödlichem Ausgang in der Großstadt getrübt wird.

Eines Tages wird Paul während eines Spazierganges Opfer einer Gruppe von Kriminellen, die ihm seine Brieftasche stehlen und flüchten. Nach einer kurzen Verfolgungsjagd gelingt es ihm, einen Räuber zu stellen, den er nach einem kurzen Duell ohne größere Gewaltausbrüche jedoch entkommen lässt. Der geschasste Dieb rächt sich mit seiner Gang wenige Augenblicke später, bricht in Kerseys Haus ein und vergewaltigt die Haushälterin Rosario. Kurz darauf betritt Paul mit seiner Tochter das Haus. Die Bande schlägt ihn bewusstlos, tötet die Haushälterin und entführt seine Tochter. Nachdem diese vergewaltigt wurde, und sich während eines Fluchtversuches tödlich verletzt, nimmt Paul Kersey sein altes Doppelleben wieder auf....

Wie schon der Erstling kommt auch Der Mann ohne Gnade mit einer extremen Erzkonservativen Haltung daher und versucht gar nicht erst das Verhalten ihrer Figuren psychologisch zu motivieren. Dazu setzt der Film unverhohlen zum reinen Selbstzweck auf Grausamkeiten sowie Brutalität. So gestaltet sich das ganze folglich noch flacher als beim ersten Teil und Selbstjustiz wird hier offensichtlich als einzig wahre Alternative progariert in einer Stadt in der es wie schon in New York vor Kranken, Mördern und Spinnern scheinbar wimmelt.

Immerhin ist die Action gut inszeniert und besteht wie schon beim Vorgänger hauptsächlich aus gut Choreografierten Schusswechseln. Die Schauspieler sind zudem solide.

Dennoch reicht es nur für 4 Punkte denn nicht nur in der Retrospektive betrachtet wirkt Der Mann ohne Gnade stark diskutabel und regelrecht mittelalterlich. 

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