Review

Gesamtbesprechung

DIE FÜNFTE KOLONNE (Mini-Serie, Deutschland 1963-1968). In der Reihe der „Straßenfeger“ erschien vor einiger Zeit die erste deutsche Spionageserie überhaupt - „Die fünfte Kolonne“. Die Serie wurde in 23 Episoden produziert, ist ein Leckerbissen für den Zuschauer und hat inzwischen über 40 Jahre auf dem Buckel. In jeder der in sich abgeschlossenen Folgen wurde Geschichten aus dem Spionageumfeld gezeigt. Die ersten zwei, drei Folgen kann man getrost vergessen. Der Rest ist allerdings erste Sahne. Alle diese Folgen sind spannend gemacht und kommen ohne überflüssige Effekte aus. Alle Folgen wurden in einer Länge von maximal 60 Minuten in schwarz weiß abgedreht. Hier war noch schauspielerisches Können gefragt. So ziemlich alles, was in den Jahren 1963 bis 1968 berühmt und populär war, gab sich hier Klinke in die Hand. Joachim Fuchsberger, Hanns Lothar, Heinz Engelmann, Paul Dahlke, Inge Meysel - seien hier im Besonderen erwähnt. Sicherlich sind einige Folgen durch das starre 60 Minuten Korsett etwas zu kurz geraten, da hätte man mehr draus machen können. Die Drehbücher kann man, bis auf die ersten drei, als sehr gelungen bezeichnen. Die Serie wurde von Studio Hamburg neu digital überarbeitet und das Ergebnis ist ein Traum. Ton mäßig wurde die Produktion auch neu aufgemöbelt. Natürlich darf  man nicht vergessen, in welcher Zeit die Serie entstanden ist. Politisch gab es da noch den bösen Ostblock, der ständig Spione in die Bundesrepublik schickte – und die mussten mit allen Mitteln bekämpft und zurückgedrängt werden. Viele der OFDB Mitglieder waren damals noch nicht geboren. Da bei der Produktion viel Wert auf Details gelegt wurde, ist dies für uns heutige Zuschauer ein besonderer Reiz. Insgesamt eine sehr gelungene Arbeit, die von einer Vielzahl von Regisseuren umgesetzt wurden. Hier sind u.a. die Herren Ashley, Becker, Goslar, und Grädler zu nennen. Unbedingt ansehen! 8 von 10 Punkten © Flatterhans 

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