George Owens und seine Frau Marsha leben in Pittsburgh, sind beide berufstätig und haben Schwierigkeiten, genügend Zeit für ihre Kinder zu finden, besonders für den Jüngsten, Wesley. Deshalb engagieren sie den höflichen, witzigen und wohlbeleibten englischen Haushälter Mr. Belvedere, der zuvor schon Persönlichkeiten wie Winston Churchill zur Hand ging. Zur Überraschung aller ist Mr. Belvedere sowohl ein Experte in der Küche als auch bei der Lösung von Problemen, die mit dem Erwachsenwerden der drei Kinder zu tun haben.
Mr. Belvedere erinnert mich mit seiner ständigen kabbelei mit Familienvater George immer sehr stark an das Duo Geoffrey und Onkel Phil aus Fresh Prince von Bel Air. Was ich nie so ganz verstanden habe (und wenn ich mich recht erinnere auch nie deutlich ausgesprochen wurde), warum jemand der bereits für Winston Churchill und Queen Elisabeth gearbeitet hat, auf einmal bei einer absolute Durchschnittsfamilie anheuert. Mit solchen Referenzen fang ich doch Minimum direkt im weißen Haus an und nicht in der Normalowelt.
Aber egal, denn der Großteil des Spaßes an der Sitcom besteht natürlich aus dem krassen Gegensatz aus britischer Kutiviertheit und dem Proll von seiten George´s, der für viele amüsante Momente sorgt. Auch wenn Belvedere der vermeintlich prüde Brite ist, ist er doch niemals um einen schlagfertigen Spruch verlegen. Den beiden gleichberechtigt ist am ehesten noch der jüngste Sproß Wesley, der naturgemäß den meisten Trouble veranstaltet, zu dem aber eine tiefe Bindung besteht. Die beiden älteren Kinder und Ehefrau Marsha hatten da eher weniger prägende Rollen, haben aber natürlich auch ihre Momente.
Insgesamt ist der Humor ziemlich familiengerecht. Längst nicht so bissig wie bei Al Bundy, aber doch immer recht nett. Christopher Hewitt der Hauptdarsteller ist leider ja mittlerweile verstorben, hat aber noch ein versöhnliches Ende in der Sitcom bekommen. Nach sechs Staffeln heiratet er am Schluß und verläßt die Familie Owens im Guten. Ich mag es gern wenn Seien ein wirkliches Finale zeigen und nicht spurlos aufgrund Zuschauermangels von der Bildfläche verschwinden.
6/10