Yieppie! „Und wieder ist Freitag, der 13.“ ist der in allen Belangen durchschnittliche dritte Teil einer durchschnittlichen Splatter-Endlosreihe. Auch wenn es Jason hier wieder einmal auf einen beachtlichen Bodycount schafft (mehr als 10 kreischende Teenies) varriiert auch der 3. Teil das Standardschema der Reihe nun überhaupt nicht.
Wer schon einmal „Freitag, der 13.“ nebenbei im Vollrausch bruchstückweise mitbekommen hat weiß, worum es auch hier geht: notgeile, geltungsbedürftige und kiffende Pubertierende machen Ferien am Crystal Lake und werden von Mongolid Jason einer nach dem anderen blutig gemetzelt. Selbige gut choreografierte Meuchelszenen wurden dann auch eingebaut, um den Zuschauer angesichts der zahlreichen pubertären und belanglosen Ringelreien der Teenies vom Einschlafen abzuhalten.
Da der Film mit 3D-Technik ins Kino kam, wurde effekthascherisch auf entsprechende Effekte hingearbeitet, was oft allzu bemüht wirkt. So quillt bei einem Mord das Auge eines Jungen in Richtung Zuschauer – lächerlich. Die Morde sind auch äußerst brutal und gorig, was aber angesichts der sonst vorherrschenden Langeweile für eine willkommene Abwechslung sorgt. Genre-Regisseur Steve Miner („Halloween H20“) hat sich hier jedenfalls in Sachen Action-Timing und Suspense nicht gerade mit Ruhm bekleckert und auch die jugendlichen Darsteller spielen mehr schlecht als recht und sind lebende Klischees. Nur das Make-Up (bei besagten Gore-Szenen) ist wieder gut gelungen und auch der Score von Harry Manfredini (der auch schon die Musik zum 1980er Original schrieb) ist akzeptabel.
Ohne „Freitag, der 13.“ von 1980 zu unterstellen, es sei ein guter Film bleibt abschließend zu bemerken, dass der Saga dritter Teil schlechter ist als das Original und somit lediglich Durchschnittsware im Splatter-Genre für Fans der Reihe und Splatter- und Gore-Fetischisten darstellt. Aber für die wurde der Film ja auch gemacht. Cineasten ist dieser Film jedenfalls ein Graus und sie sollten ihn – wie der Normalzuschauer - meiden.