Und wieder ist Freitag, der 13. Die Handlung dieses dritten Teils ist wie erwartet. Paar Jungs und Mädels - sexhungrig und Drogenkonsum nicht abgeneigt – fahren zum Chrystal Lake, um zu feiern. Dort treffen sie auf Jason, der sie killen will. Genau das erwartet man und das bekommt man.
Die schauspielerischen Leistungen sind wie meist in den F13-Teilen unterirdisch. Da kann keine(r) auch nur ansatzweise ein bißchen überzeugen. Das gesamte Cast inklusive der Hauptdarstellerin (Dana Kimmell als Chris) wurde aus amerikanischen TV-Produktionnen – meist Soaps – kurzfristig abgezogen und nach Drehschluss wieder abgegeben. Regie führte wie auch schon für Teil 2: Steve Miner. Er ist eigentlich mehr ein TV-Regisseur, der sich ab und zu mal an einen Horrorfilm heranwagt. Außerhalb dieses Genres zählt die 80er Teeniekomödie "Soul Man" sicher zu seinen größten Erfolgen.
Die Musik von Harry Manfredini ist einfach wieder klasse. Der Vorspann ist mit herrlich abgedrehtem Disco-Gedudel unterlegt. Zum Brüllen komisch.
Der Film wurde 1982 in 3D gedreht. Die Szenen, in denen das effektiv sein soll, sind relativ zahlreich eingestreut (Junge holt mit Baseballschläger aus, Jojo, Jonglieren mit Bällen, Popcornmaschine). Ist aus heutiger Sicht ein ganz witziges Element des Films.
Am Anfang wird ganz schön Filmmaterial geschunden, indem man dem Zuseher einfach nochmals die letzten Minuten des zweiten Teils serviert. Dies ist für die weitere Handlung total unnötig. Dann gibt es einen Flashback der Hauptdarstellerin Chris, die von einer Begegnung mit Jason handelt, der sie zwar jagt, aber nicht umbringt und sie wacht in ihrem Bett auf. Sie erzählt dies ihrem Freund und kann sich diesen Vorgang nicht erklären. Es wird im ganzen Film nicht aufgeklärt, was sich in dieser Nacht zugetragen hat. So sind einige Ungereimtheiten innerhalb des Plots, die sich wohl selbst Kenner der kompletten Reihe nicht gänzlich erschließen werden. Oder sind das alles nur einfallslose Füller zwischen den Morden?
Negativ fällt bei diesem Teil das Tempo auf. Es ist sehr gemächlich. Nichts gegen einen gelungenen Spannungsaufbau, aber richtig spannend ist es wirklich nicht, wenn man zig Mal Jason hinter einem Opfer vorbeilaufen sieht. Aber irgendwie gehören diese ganzen Klischees, die von unzähligen Horrorfilmen übernommen wurden auch zur Reihe. Sei es das Auto, dem die Batterie ausgeht und man zu Fuss gehen muss oder das Mädchen, das sagt: "Ich geh' mal kurz raus". Eigentlich will man ja genau das sehen und keine Experimente.
Der Film geniesst ja aufgrund des Beschlagnahmebeschlusses in Deutschland den Ruf, ziemlich heftig zu sein. Aus heutiger Sicht wohl stark überholt.
Erwähneswert ist noch, dass Jason hier erstmals sein Markenzeichen trägt: Die Eishockeymaske.
Aufgrund des Kult- und Nostalgiefaktors sowie der noch weitaus lahmeren Teile, die es ja gibt, kann man 6 von 10 Punkte gerade noch vertreten.