Und wieder ist Freitag, der 13.! Der Titel vermeidet es bereits tunlichst einen gewissen Anspruch zu suggerieren. Aber der dritte Teil der "Freitag, der 13."-Reihe ist einer der besten Slasher der Filmgeschichte. Spannend, voller Suspense, trashig, brutal und irgendwie klassisch.
Die hohe Qualität des Films ist vermutlich auf die Regie Steve Miners ("Forever Young", "Halloween H20") zurückzuführen. Seine routinierte und professionelle Arbeit läßt sämtliche, mögliche B-Film-Atmo im Keim ersticken. Man meint durch die wohl durchdachte Kameraführung hier einen Big-Budget-Horrorstreifen zu sehen. Lediglich die mehr als durchschnittlichen Darsteller lassen Zweifel an der Intergrität des Filmes aufkommen. Miner beherrscht auch, Suspense aufzubauen. Er variiert Schnelligkeit und Rhythmus der Morde. Mal läßt er seine Darsteller gnadenlos im Dunkeln tappen und läßt nach unendlich langen Szenen nicht einmal einen Mord folgen, ein anderes Mal läßt er unbarmherzig schnell und unvorbereitend auf seine Opfer einstechen.
Die Story ist eigentlich die klassische Slashergeschichte: Eine Gruppe Teenager will campen. Haschisch und Kondome verheißen glückliche Tage und Nächte. Doch dummerweise ist Jason Voorhees zur Stelle, der Stichwerkzeuge den Halluzinogenen vorzieht. Jason, der im vorigen Teil sich noch ein Laken über den Kopf gestülpt hat, findet im dritten Part endlich seinen unvergeßlichen Stil: Er setzt sich seine Eishockeymaske auf - eine Legende des Horrorkinos wird geboren.
Ein weiteres Stilmittel Miners sind die fürs Kino produzierten 3D-Effekte. Diese reichen von einem in den Fokus gehaltenen Baseballschläger, über ein ins Bild wippende Yo-Yo, bis hin zu einem in das Bild fliegende Auge. Der Trashfaktor wird durch solche (eigentlich albernen) Ideen sehr verstärkt.
Für mich wird "Und wieder ist Freitag, der 13." immer einer der besten Slasher aller Zeiten sein. Und auch auf jeden Fall einer der besten Filme der Reihe.