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Das zweite Sequel des Kult-Horrorflmes "Freitag der 13." ist natürlich nichts Besonderes, kann man eigentlich 100 Fortsetzungen drehen, wenn es einem so beliebt. Aber dennoch halte ich "Und wieder ist Freitag der 13." für ganz gelungen und sogar für einen der besten Filme der Reihe. Er ist nicht nur der brutalste der mittlerweile 10 Filme, sondern auch handwerklich am routiniertesten inszeniert. Es gibt ein paar nette Kameraeinstellungen, völlig untypisch für solch einen Film. Außerdem finde ich es ganz gut, dass das Morden einige Zeit auf sich warten lässt, ehe es dann gegen Schluss hin richtig zur Sache geht. Am Ende rennt natürlich wieder eine Person klischeehaft wild durch die Gegend und immer genau dort hin, wo jeweils eine Leiche ihrer Freunde, die kurz zuvor von Jason getötet worden sind, hängt oder liegt. Das hat man zwar schon alles mal gesehen und ist alles andere als innoativ, doch die "Freitag der 13." Filme haben einfach einen gewissen Kultstatus, bei dem man sich auch gar nicht viel Neues erwartet. Dass meistens alle bis auf eine Person sterben und Jason sowieso überlebt, ist hoffentlich fast jedem bewusst. Und in Anbetracht dessen wartet mit "Und wieder ist Freitag der 13." ein gutes Stück Unterhaltung auf den Zuschauer. Die Story ist genauso simpel wie die der Vorgänger und Nachfolger. Obwohl sie alle von den Morden am und rundum des Crystal Lake und des anliegenden Camps wissen, fahren ein paar Freundinnen und Freunde an einem schönen Wochenende dorthin, um etwas Spaß zu haben. Doch auf dem Weg dorthin kommen sie schon an einem Haus vorbei, in dem kurz zuvor ein Ehepaar grausam getötet wurde. Die Freunde ahnen jedoch nicht, dass die Opfer auf die Rechnung von Jason gehen...
Wie gesagt, die Effekte sind die blutigsten und härtesten der Reihe, ein Junge wird in der Mitte gespalten, wobei man da nur das Ergebnis der Tat sieht, die Tat selber sieht man zwar, aber es ist Nichts zu erkennen. Einer Frau wird mit einer Art Leuchtrakete ins Auge geschossen, einem Mann wird die Hand abgeschlagen, eine Frau wird von unten mit einem Messer durchbohrt,...Unfreiwillig komisch sieht allerdings die Gewaltszene aus, in der Jason einen Mann hochhebt, ihm seinen Kopf fest zusammendrückt, sodass dem Mann ein Auge aus der Höhle springt. Na ja, aber auf Realität kommt es bei diesen Filmen auch nicht an! Spannungstechnisch weiß "Und wieder ist Freitag der 13." auch zu überzeugen, ich glaube, auch in dieser Hinsicht steht der Film ganz oben, was die Werke der Reihe angeht. Die Spannungskurve wird zwar nicht besonders hochgeschraubt, aber es gibt doch die ein oder andere bedingt spannende Szene.
Die Schauspieler sind typisch für solche Filme, sie rennen und schreien eigentlich nur die ganze Zeit, Dialoge sind so gut wie gar nicht vorhanden, wodurch man sich erstens mit niemandem identifiziert und zweitens nicht so mitfiebert, wie das eigentlich in einem Horrorfilm sein soll. Wie bei den "Freitag der 13."-Filmen aber üblich, beschränkt sich die Aufmerksamkeit des Zuschauers sowieso nur darauf, zuerst die Hinleitung auf das Ganze über sich ergehen zu lassen und ab einem gewissen Zeitpunkt sich nur noch einen Mord nach dem anderen zu sehen. Denn nichts Anderes sind eben diese Filme. Aber nicht zuletzt wegen der Morde und des doch akzeptablen Blutgehalts machen die "Freitag der 13."-Filme einfach Spaß. Sie haben etwas, das irgendwie keiner identifizieren kann, aber trotzdem vorhanden ist. Und dieses etwas macht den Kult der Filme. Der dritte Teil der Reihe ist unterhaltsam, hin und wieder spannend und wartet mit einigen brutalen und blutigen Morden auf. Insgesamt 7/10 Punkte

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