Inhalt:
Das altbekannte Spiel: Jugendliche fahren trotz Warnungen ins Camp Crystal Lake und bieten Jason Voorhees damit genügend Gelegenheiten seiner Mordkreativität freien Lauf zu lassen.
Kritik:
Teil 3 erfindet das Slashergenre nicht neu und spult das Standartprogramm der Endlosserie ab. Zuerst haben Jugendliche im Camp Crystal Lake ihren Spaß bei Sex und Drogen, danach hat Jason seinen Spaß an den Jugendlichen bei Schnitt- und Stechereien.
Immerhin tauscht Jason in diesem Teil den Kartoffelsack gegen seine prägnante Eishockeymaske aus, auch wenn er diese dann am Ende für eine lange Zeit wieder ablegt und sein wahres Antlitz präsentiert.
Die Story kann nicht überzeugen und die eingestreuten Liebesszenen oder die Vergangenheit der Hauptprotagonistin wirken alles andere als ausgeklügelt.
Die Charaktere haben keine Tiefe und ihre Verkörperer kaum Talent, so dass man ihnen keine Träne nachweint. Besonders nervend ist das alte Ehepaar zu Beginn des Machwerks, der Komiker Shelly, das bekiffte Drogenpärchen und die Klischee-Kleinstadt-Rockerbande.
Die Effekte vom Tom Savini (er wird im Film durch das kurze Zeigen eines Berichts in der Zeitschrift Fangoria, gefolgt von einem derben Splattereffekt, gewürdigt) können sich sehen lassen, wobei besonders die abgetrennte Hand und das Zerteilen eines auf den Händen laufenden Teens mittels einer Machete überzeugen.
Leider wird das Vergnügen des letztgenannten, an sich hervorragenden Effekts durch einen fatalen Schnittfehler getrübt (man beachte das plötzlich verschwundene Blut).
Das aus dem Kopf eines Campbesuchers springende Auge ist das traurige Highlight des Streifens. Dieser Effekt kann einfach nicht ernstgemeint sein und ich frage mich, warum Savini sich mit so was Stümperhaftem zufrieden gegeben hat?!?
Steve Miner wollte mit diesem Teil auf den in den 80er Jahren anfahrenden 3D-Zug aufspringen, was den Film heute auf dem Bildschirm eine ungewollt alberne Note verpasst. Ständig werden Stöcke, Baseballschläger, Schürhaken oder Augäpfel in Richtung Zuschauer gehalten, was auf die Dauer wirklich nervt.
Lediglich die auf den Zuseher geschossene Harpune weiß zu gefallen.
Negativ aufgestoßen sind mir außerdem das an den Haaren herbeigezogene Ende, bei dem versucht wird, die schockierende Endszene aus Teil 1 neu aufzulegen und die überaus unpassende Elektroorgeltitel- und Schlussmelodie. Zum Glück greift Harry Manfredini innerhalb des Films auf seine altbewährte unheimliche und atmosphärische Kultmusik zurück.
Schwachbrüstiger und überbewerteter dritter Teil der Freitagreihe.