Review

Jetzt sticht euch Jason ins Auge!


Ein dritter Teil bietet sich (erst recht im Horrorgenre) immer ideal für eine Vermarktung in 3D. Das war in den 50ern so, das gilt heute noch und das war natürlich auch für „Friday The 13th“ eine gewinnbringende und einigermaßen interessante, zumindest auf dem Papier kreative Kombination. In „Part III“ der legendären Reihe werden massenweise lange und spitze Gegenstände in die Kamera (und somit auch den Zuschauerraum) gedrückt, Jason findet endlich die Maske seines Lebens und es wird schon wieder eine kleine Horde von kiffenden und kichernden US-Teens am See ihrer (Alp)Träume abgeschlachtet…

Gerade wer die fulminante und mittlerweile weitestgehend ausverkaufte Riesenfranchisebox von Scream Factory besitzt, dürfte mit „Und wieder ist Freitag der 13.“ gehörig Freude haben. Selbst als etwas milchige Gimmickeskape der Reihe. Es gibt die Kiffer und die Fummler, den Joker und das Fatkid (in einer Person), die Sexbombe und den Sportler. Jason ist das alles gleich - er schnetzelt sich durch Wald und Eingeweide als hätte er spätestens nun endlich seine Bestimmung gefunden. Der (diesmal spürbar an der Westküste gedrehte) Film hat eine wesentlich sonnigere und staubigere Atmosphäre als seine Vorgänger, der 3D-Effekt wird konstant und klasse eingebaut, die Charaktere sind fades Füllmaterial wie meist - und dennoch wunderbare Identifikationsfiguren der eigenen, recht lahmen Jugend. Der Discosound bzw. Titelsong ist ein weiteres Highlight. Da verzeiht man deutliche Redundanzen, viel „Jojo in die Kamera“ und wenig bis gar keine Steigerung in Sachen Splatter. 

Fazit: Gimmick oder Goodie? „Part 3(D)“ aus der Jason-Reihe kann unterhalten, gerade in der dritten Dimension. Aber selbst heraustretende Macheten und einen anspringende Schlangen können leichte Abnutzungserscheinungen nicht ganz überspielen. Als Slashersequel tut er jedoch seinen Dienst. 

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