"Und wieder ist Freitag der 13." sagt eigentlich schon das Wesentliche zum Film aus. Wieder gibt es Gemetzel, wieder keine neue Geschichte und wieder grottenschlechte Darsteller, die es allerdings verstehen, noch unmotivierter durchs Bild zu laufen und Dialoge vom Stapel zu lassen, dass man den Ton am liebsten abstellen würde. Da dies der 3. Teil der Reihe ist, wurde er traditionell, wie es bei vielen anderen Filmreihen auch üblich war, in 3-D produziert. Zu Hause hat man da aber leider nichts von - schade, denn das hat dem Film doch ein gewisses Flair eingebracht.
Die ersten fünfeinhalb Minuten kann man mal wieder das Ende vom Finale des zweiten Teiles betrachten. Allerdings wurde der "Schokmoment" vom Schluss weggelassen. Über die Musik im Vorspann möchte ich mich nicht weiter auslassen, aber sie passt definitiv nicht zur Reihe!
Nun schließt sich Teil 3 nahtlos an den zweiten Film an. Mittlerweile hat man die Toten und die Überlebende im Camp gefunden (erfährt man in den Nachrichten). Ein Ehepaar welches in der Nähe des Crystal Lake wohnt, sorgt nun für ein wenig Humor, bis es nach weiteren achteinhalb Minuten ermordet wird. Hier kommt auch ein wenig Spannung auf.
Was dann folgt ist lange Langeweile pur oder einfach nur lächerlich (zum Beispiel der Mann auf der Straße mit dem Augapfel), und das über 25 Minuten!!! Nun folgen einige Morde in einer Scheune, recht nett aber nicht spektakulär. Dann folgt wieder Langeweile und ein Pseudorückblick der "Heldin" des Filmes. Dieser wirkt mehr als unglaubwürdig. Sie kann sich zwar an das entstellte Gesicht von Jason erinnern, weiß aber nicht mehr, wie sie ihm entkommen konnte, weil sie bewusstlos wurde. Am nächsten Morgen wachte sie in ihrem Bett auf. Na vielleicht hatte Jason ja mal seine humane Seite entdeckt und sie dahin getragen. Aufgelöst wird dieser seltsame Vorfall zumindest nicht.
Erst in den letzten 35 Minuten bekommt Jason nun seine Hockeymaske und metzelt richtig drauf los. Hier kann man auch einige sehr brutale Mordszenen betrachten, die dem Film noch eine gewisse Sehbarkeit für Slasherfans zusprechen, so unter anderem eine Harpune durchs Auge, einen zweigeteilten Körper oder einen zerquetschten Kopf - dieser wirkt allerdings eher komisch. Danach sieht man wieder eine Frau im Finale schreiend herumrennen, wobei die Produzenten dieses Mal für Abwechslung zu sorgen wussten: Die Frau ist nicht blond! Wenigstens kommt hier noch einmal ein wenig Spannung auf. Was allerdings die Traumsequenz am Ende soll, ist mir schleierhaft. Warum sollte die Mutter auf einmal im See sein? Soweit ich das mitbekommen habe, wurde sie doch enthauptet. Der Schockeffekt ist ebenfalls bekannt und zieht nicht mehr.
Warum für viele dieser Film als einer der besten gilt, ist mir allerdings rätselhaft. Der Film hat außer einigen brutalen Morden am Ende nicht viel zu bieten. In 3-D auf DVD erschienen hätte dieser Film sicher einen zusätzlichen Reiz. So kann ich jedoch nur eine Empfehlung für Jasonfans aussprechen, um die Reihe komplett zu haben.
3 Punkte