Ein uminöser Würfel, der aus purer Energie besteht und dazu in der Lage ist , alle Maschienen in Roboter zu verwandeln, landet auf der Erde. Jahre später kommt einer der Transformers auf die Erde, um sich diesen zu holen und erfriert dabei im ewigen Eis. Jahrhunderte später entdeckt ein Wissenschaftler diesen und als weitere Hundert Jahre später dessen Nachlass bei ebay versteigert werden soll, finden die anderen Transformers heraus, dass der Würfel sich auf der Erde befindet und der betreffende ebay-user Shia Labeouf wird von einem der Roboter verfolgt, wird jedoch von seinem Auto, bei dem es sich ebenfalls um einen Roboter handelte verteidigt. Nun beginnt die Jagd nach dem Würfel, für die guten und für die bösen Roboter, die über das Schicksal der Menschheit entscheiden wird.
Die Handlung ist nicht unbedingt geistreich oder anspruchsvoll, ist aber für eine Comic-Verfilmung ordentlich, auch wenn ich persönlich von Michael Bay und Steven Spielberg etwas mehr erwartet hätte. Immerhin werden rund 20 Personen mit in die Handlung verwoben und anhand dessen wird die Katastrophe und das Ausmaß, dass durch die Roboter und den Würfel entsteht gut verdeutlicht.
Die Charaktere sind oberflächlich und entsprechen den typischen Comic- und Teenie-Standarts. Shia LaBeouf spielt einen jungen Versager, der schließlich in den Mittelpunkt des Konflikts rutscht und sich mehr und mehr als Held entpuppt. Am Ende ist er dann selbstbewusst und bekommt auch das Mädchen, dass er den ganzen Film über haben wollte, was leider von Anfang an vorherzusehen ist. Die Qualität des Films mindert dies allerdings nicht, da die Beziehung der beiden nicht im Mittelpunkt steht und nur eine von vielen Randhandlungen darstellt. Megan Fox spielt das Mädchen, das LaBeouf kennenlernt und zufällig mit in den Konflikt gezogen wird. Sie ist sehr taff, kennt sich mit Autos aus und ist am Ende am Showdown in L.A. maßgeblich beteiligt. Jon Voight spielt den Verteidigungsminister, der ebenfalls sehr klischeehaft dargestellt ist. Ein alter, knurriger Patriot, der stets besonnen und richtig handelt (da ja in Amerika nie ein Politiker falsch handelt...) und am Ende sogar selbst zur Waffe greifen muss. Auch das Schicksal von ein paar amerikanischen Soldaten wird näher beleuchtet: Erst werden sie an ihrem Stützpunkt von einer der Maschinen angegriffen, irren anschließend durch die Wüste, in der sie einen der Roboter fast besiegen und sind anschließend ebenfalls am Showdown beteiligt. Natürlich sind die Soldaten als übertrieben heroisch dargestellt, was aber gut zum Film passt, weil man in einem Action-Film ja auch keine Feiglinge sehen will. Auch eine Computer-Expertin, die das Signal der Roboter erkennt und ein Agent einer geheimen Regierungsbehörde, die sich schon länger mit den Robotern befasst spielen eine größere Rolle, werden aber kaum charakterisiert. Die Eltern von LaBeouf und der Helfer der Computerexpertin sorgen lediglich für die Belustigung des Zuschauers, was aber zugegebenermaßen sehr gut gelingt, außerdem wäre da noch der überaus komische Gastauftritt von Bernie Mac als Gebrauchtwagenhändler.
Zum Ende hin gibt es ein paar geschickte Wendungen in der Handlung, so z.B., dass LaBeouf und Familie von Geheimagenten einer Regierungseinheit, die sich lediglich mit den Transformern beschäftigt, festgenommen werden, oder, dass einer der guten Roboter geschnappt wird. Es ist beinahe kunstvoll, wie die einzelnen Personen durch gewisse Wendungen und Zufälle schließlich am Staudamm zusammentreffen.
Langweile kommt über den Film nie auf. Die erste Hälfte des Films ist sehr lustig gestaltet und wird hauptsächlich durch Shia LaBeouf und Megan Fox dominiert. In der zweiten Hälfte wird eigentlich nur noch gerannt, geschriehen und geschossen.
Das Beste am Film sind natürlich die, bisher noch nie so perfektionierten Action-Sequenzen. Michael Bay hat alles, bisher Dagewesene getoppt und zeigt einmal mehr, dass er mit Abstand der beste Action-Regisseur ist. Bereits nach rund 5 Minuten kommt die erste Sequenz, in der einer der Transformers einen Militärstützpunkt verwüstet. In der Dämmerung sehen die Effekte noch nicht so perfektioniert aus, weswegen ich anfangs noch ein wenig enttäuscht war. Im Mittelteil des Films gibt es lediglich eine größere Sequenz, in der die Soldaten einen Roboter in der Wüste von Kartar bekämpfen. Hier zeigt sich bereits das hohe Potential. Als die Roboter landen und sich endlich alle zeigen, sitzt der Zuschauer eigentlich nur noch mit offenem Mund vor dem Fernseher und fragt sich, wie Bay dies zustande gebracht haben mag. Die letzte halbe Stunde ist im Prizip eine Action-Szene. Ohne Verschnaufpause bekämpfen sich die Roboter im Zentrum von L.A., teilweise werden Szenen sogar bewusst verlangsamt, wodurch jede Kleinigkeit noch besser zur Geltung kommt. Dagegen wirken die anderen Filme des Jahres wie Fluch der Karibik 3, Spider-Man 3, strib langsam 4.0, ode fantastic four: rise of the silver surfer nur billig und schwach.
Die Kulisse ist hervorragend und die Hintergrundmusik passt zum Film, wie die Faust aufs Auge. Auch hier haben Bay und Spielberg ganze Arbeit geleistet.
Die schauspielerische Leistung von Shia LaBeouf ist hervorragend, er zeigt, das Steven Spielberg nicht umsonst auf ihn setzt. Dafür, dass es der erste Film von Megan Fox ist, spielt auch diese gut. Oscar-Preisträger Jon Voight würde glatt als echter Verteidigungsminister durchgehen.
Hier möchte ich noch einmal betonen, dass ich mir durchaus dessen bewusst bin, dass die Handlung des Films sehr flach und billig ist und, dass allein die letzte halbe Stunde die 10 Punkte, die ich dem Film gegeben habe rechtfertigt. Dieser Streifen macht einfach Spaß, den könnte ich mir jeden Tag angucken.
Zusammenfassend ist Transformers eine Comic-Verfilmung mit schwacher Handlung, was aber nicht stört, da die Action-Sequenzen, die vermutlich die besten überhaupt sind, dies schnell vergessen machen. Vor allem die Kulisse, der Humor, die Filmmusik und die schauspielerischen Leistungen wären noch als sehr stark zu erwähnen. Das Kind in einem jeden wird diesen Film lieben, da bliebe nur noch zu Hoffen, dass es eine Fortsetzung gibt und, dass diese ebenfalls von Michael Bay inszeniert wird.