Ein etwas anderes Klassentreffen erwartet einen schon, wenn Girls im Bikini eine Geburtstagsfeier vorbereiten, zwischendurch mal ein fetter Kauz mit Vorschlaghammer durchgreift und das im Endeffekt nur, weil sich eine einst gehänselte Schülerin rächen will.
Trash darf man drehen, durchaus auch in Argentinien, er sollte aber irgendwann auch so etwas wie Unterhaltung liefern, was diesem No-Budget-Streifen völlig abgeht.
Das beginnt bereits mit dem schwachsinnigem Intro, welches rein gar nichts mit dem Rest des Geschehens zu tun hat. Da fahren zwei Typen durch die Einöde, witzeln und sind abgelenkt, wodurch eine Frau überfahren wird, die dann augenscheinlich noch am Tatort stirbt. Kurz darauf befindet man sich am Hauptschauplatz einer Villa mit Pool und vom oben beschriebenen Einstieg fehlt bis zum Ende jede Verbindung.
Da sind sie nun, unsere leicht bekleideten Girlies und scheinen auf den ersten Blick fröhlich und ausgelassen. Doch es gibt einen Haken: Sechs Regeln, die bei Verstoß mit Folter oder Tod geahndet werden, wozu durchweg zufriedene Gesichter, als auch Gehorsam ohne Hinterfragen zählen. Für eine ehemalige Mitschülerin soll über Tage eine Feier vorbereitet werden, nichts ahnend, dass diese bereits unter den unfreiwilligen Gästen ist.
Bis eine siebte Regel ins Haus trudelt, die die Mädchen mit jeweils tödlichem Ausgang gegeneinander ausspielen soll.
Was zunächst viel versprechend klingt, konnte wohl kaum dilettantischer umgesetzt werden.
Allein die Kamera, die aus schräger Perspektive ganz nah an den Gesichtern klebt, nervt nach kurzer Zeit gewaltig, zumal niemand auch nur ansatzweise darstellerisches Talent einbringen kann. Hinzu kommen ständige Unterbrechungen in Form von Rückblenden, wie denn nun die einzelnen hierher gelangten, was in keiner Sequenz ansprechend umgesetzt wurde. Teilweise in Form einer komplett langweiligen Umgebung mit nichts sagenden Vorgängen, ohne dass auch nur einen Moment Spannung aufkommt oder überhaupt Interesse erweckt wird, bis eben der Dicke aufkreuzt und die jeweilige Dame betäubt.
Da einige Nebenhandlungsstränge völlig sinnfrei ablaufen und hauptsächlich lahme Szenen darunter sind, wartet man eigentlich nur noch auf die rar gestreuten Gewaltszenen, wobei es einem völlig gleich ist, wen es da erwischen mag.
Zumindest zeugen die Splattereffekte von ordentlicher Qualität, worunter ein gebrochener Zeh, eine Enthauptung, ein abgetrennter Finger und ein Nagel in der Stirn zählen, während explizite Folterszenen ausgeklammert oder in bewusster Überbelichtung mit schnellen Schnitten eingebunden werden.
Natürlich läuft die Chose ohne jeglichen Humor ab, - da dürften selbst eingefleischte Trash-Fans ihre Probleme bekommen, spätestens beim Score aus der Resteverwertung, der gar Acid-Samples der frühen 90er ausgräbt.
Zwar kommt in der letzten Viertelstunde ein wenig Tempo auf und es ist für die Dauer bis kurz vor Ende auch ein roter Faden zu erkennen, doch mit den letzten Einstellungen schwenkt man zurück ins gewollt Groteske und beendet so das Fiasko.
Vielleicht ist es wie mit einem argentinischen Rindersteak. Du kannst Glück haben und erhältst ein zartes Stück, oder man bekommt den zähen Teil, - den kannst du noch so lange in noch so viel Rotwein einlegen – es bleibt ungenießbar…
2,5 von 10