Der Superspion Jackie Chan erhält den Auftrag, verschollenes Nazigold wiederzufinden, welches irgendwo in einem geheimen Bunker in der Wüste Afrikas verschollen liegt. Auf seiner Reise begleiten ihn drei Mädels, die ihn mit ihrem Rumgezicke kräftig auf Trab halten, als hätte er nicht schon genug zu tun mit trotteligen (aber entschlossenen) Söldnern, wilden Eingeborenen und skrupellosen Schatzjägern.
Jackie Chan goes Indiana Jones: Ein hohes Budget, rasantes Kung-Fu, exotische Schauplätze, hübsch anzuschauendes weibliches Beiwerk - eigentlich sollte nicht viel schief gehen, doch leider erweist sich die Mischung als unausgegoren. Ein Problem ist der alberne Humor, der in jeder Szene zu breit ausgetrampelt wird. Viel mehr als schrill rumkreischen können die drei Grazien nicht, erstaunlich nervig wirkt dabei Eva Cobo als Elsa. Halten am Anfang noch eine motorisierte Verfolgungsjagd durch das belebte Stadtleben Hong-Kongs bei Laune, verflacht die Action zunehmend: Jackie Chans Kampfkünste kommen selten zum Einsatz, zudem geht es in den meisten Scharmützeln nur darum, mit ein paar schnellen Kicks und Hieben als erster an die nächstgelegene Schusswaffe zu kommen, um damit den Gegner in Schach zu halten. Das ist uninspiriert und langweilig. Lediglich am Schluß gibts eine Klasse-Keilerei: wenn Jackie Chan wie eine Katze zwischen Ballustraden und Kisten herumspringt um seine Gegner elegant außer Gefecht zu setzen, kann die Popcorn-Maschine nicht schnell genug für Nachschub sorgen. Doch das Vergnügen ist zu kurz und das rasante Finale im Windkanal ist zwar komisch, aber kein Ersatz für akrobatisches Kung-Fu. Als geschmacklos erschienen mir zwei Szenen, in denen Frauen geschlagen, dies aber als lustiger Slapstick hingestellt wurde.
Hysterische Action, skurrile Charaktere und Comedy, die manchmal zündet, manchmal nervt, aber auch viel Leerlauf und verschenkte Gelegenheiten. Jackie Chan, das kannst du besser!
5 von 10 lachhaften Naziparolen.