Würde ich einmal eine Schatzsuche planen, dann würde ich mir wahrscheinlich Indina Jones oder Lara Croft als Leiter aussuchen. Doch Moment. Wer hat gewusst dass es neben diesen beiden Abenteurern noch Asian Hawk gibt? Um alle Ahnungslosen jetzt ein bisschen aufzuklären. Asian Hawk ( Jackie Chan) ist so eine Art asiatischer Indiana Jones, der vielleicht nicht so viel Austrahlung hat wie er, doch über ein weitaus größeres Bewegungsspectrum verfügt. Um es auf den Punkt zu bringen ich würde Asian Hawk engagieren, soll heißen, dass er sich nicht hinter den zwei Ikonen verstecken muss.
Doch Mission Adler ist nicht der erste Film in diese Richtung. Im Jahre 1987 schlüpfte Jackie zum ersten mal in die Rolle des Asian Hawk ( eigentlich heißt Jackies Figur im zweiten teil einfach nur Jackie und in Amerika Asian Condor). Dies haben wir wieder mal den Launen der unterschiedlichen Länder und Sprachen zu verdanken.
Doch anders als sein Prequel verfügt diese im Jahre 1990 gedrehte Produktion mehr Humor, mehr Action und ein wesentlich höheres Budget. 115 Millionen HKD ( Hongkong Dollar). Damit brach Jackie im Jahre 1990 alle Budgetrekorde in Asien. Doch dies hat dem Film offensichtlich gut getan. So konnte Jackie manche Szenen realisieren, die er sonst nicht hätte realisieren können.
Auch war der Film dadurch kein Verlustgeschäft, da der Film mit ca 15 Millionen USD Kosten allein in Hongkong 39 Millionen HKD ( ca 5 Millionen) und in den USA auch 10 Millionen eingespielt hat. ( wenn man jetzt die Einspielergebnisse in ganz Asien mitrechnet, konnte der Film schon einen ordentlichen Gewin einfahren) Was für eine rein asiatische Produktion ja nicht schlecht ist. Dementsprechend wirkt das ganze Szenario auch nicht so billig wie bei dem 1. Teil.
Doch fangen wir mal ganz vorn an. Die Story ist wie von Chan meistens gewöhnt recht einfach gemacht, obgleich man auch bemerkt, dass man sich bei diesem Film zumindest Mühe gamcht hat das ganze halbwegs interresant zu machen.
Immerhin genügt es bei diesem Film schon zu wissen, dass ein Nazischatz gesucht wird. Der Rest ist Unterhaltung und Entertaiment pur. Da wird Jackie unter Strom gesetzt, eine kleine Atombombe während eines Kampfes als Waffe eingesetzt und Jackie macht einfach mal einen auf Superman. Das ganze wurde so gut gemacht, dass das eigentlich niemanden stört und das Hauptziel dem Zuseher zwar unbewusst noch vorhanden, aber eigentlich nicht mehr wichtig ist. Man will einfach nur zum nächsten Set oder Szenario gejagt werden um dort wieder neue Herausforderungen für die Protagonisten zu sehen.
Dies ist eigentlich zu beinahe 80% nur Chan zu verdanken, der durch seine Kampfeinlagen und seinem zugegebenermassen recht eigenwilligen Humor das ganze dermaßen auflockert, dass dem Zuschauer alles andere egal wird. Wieso aber ist es fast nur Chan zu verdanken, wo er doch drei wirklich hübsche Begleiterinnen bei sich hat. Nun, wenn man mal die ganze Mannschaft mit der Jackie unterwegs ist betrachtet, dann sieht man die Leute nur ganz kurz und allesamt kratzen ziemlich früh im Film ab. Außerdem sind diese Leute so öberflächlich, dass eine Steigerung wohl bald nicht mehr möglich ist. Hingegen die drei Frauen sieht man über den ganzen Film über, doch außer massenhaft zu nerven und zu kreischen schaffen sie im Verhältnis zur Laufzeit des Films recht wenige Lacher. Nur durch ihre schon fast lächerliche Dummheit und Hilfslosigkeit, kann Jackie wieder auf den Plan kommen und so das ganze wieder ins Lot bringen und dem Zuseher auf diese Art und Weise wieder aufheitern. Glück im Unglück würde ich da mal sagen.
Von den restlichen Schauspielern gibt es nicht viel zu sagen. Da ist der Gute, da der Böse. Natürlich darf auch der Anführer nicht fehlen. Aber auch dieser spielt in dem Film nur am Ende eine etwas größere Rolle, die in meinen Augen einfach lächerlich ist, da er von einer Sekunde auf der anderen Jackie helfen will.
Der restlichen Bestandteile des Films sind exotische Sets, typischer Chan Humor der körperbetonten Art und seine wie immer super lustigen und innovativen Kämpfe und Stunts. Zwar bietet der Film nicht Action bis zum Abwinken wie etwas Drunken Master. Aber immerhin gibt es einen wirklich gewaltigen Showdown in einem waffenlager und einem Windkanal ( ein Windkanal in einem unterirdischen Lager?) sowie eine wirklich sehr gute Motocross Verfolgungsjagd und einigen kleiner Keilereien.
Braucht man zu diesen Kampfeinlagen eigentlich noch viel sagen? Eigentlich nicht, den diese sind wie von jackie gewöhnt sehr sehr gut gemacht worden. Nichts wirkt irgendwie altbacken und auch Ideen kommen wie auf dem laufendem Band neue her. wer diese Kampfszene sieht wundert sich kaum, dass sich Jackie auch hier wieder sehr oft verletzt hatte. Unter anderem zog er sich einen Rippenbruch zu.
Fazit: Mission Adler bleibt einer meiner Lieblingsfilme, da der Film wirklich super unterhält obgleich er auch einige Kritisierpunkte hat. Doch durch dieses Feuerwerk an Unterhaltung fallen die Fehler wirklich nicht ins Gewicht und stören den Couch Potato kein bisschen. Also wer einfach mal 2 Stunden auf der Couch chillen möchte und sich dabei gut unterhalten, dem kann ich dem Film nur ans Herz legen.