Nach einigen kommerziell weniger auffallenden Filmen,(z.B. Miracles, ein JC Geheimtipp, der wirklich besser ist, als es die Einspielergebnisse behaupten;oder andere Produktionen) wurde es mit "Operation Condor" wieder Zeit einen rießen Hit zu landen, um Jackies Ruf einmal mehr zu bestätigen. Dieser Film ist die Fortsetzung des Indiana Jones angelehnten Films "Armor of God". Dieser war ziemlich gut, hatte aber das Problem, nur im finalen Showdown richtig zu gefallen (und der Anfang). Dazwischen herrscht Leerlauf, und weniger beeindruckende Action (ja die Verfolgungsjagd war nicht schlecht).
Doch mit der Fortsetzung ist Jackie Chan ein rundum gelungener Superstreifen gelungen, der sogar als erster von Jackie's Filmen in den deutschen Kinos gezeigt wurde!
Zum ersten Teil gibts eigentlich keinen richtigen Bezug; es ist einfach Jackies zweiter Abenteuerfilm, in dem er die Figur aus dem ersten Teil "Asian Hawk" spielt. Naja hier wurde er in "Asian Condor" umbenannt, aber für die deutsche Fassung uninteressant, da Jackie hier einfach Jackie heißt!
Und so beginnt der Film bei motivierender Abenteuer Musik, und zeigt Jackie, wie er mit seinem Jeep durch den Jungel fährt, aussteigt, sich mit einem Fallschirmähnlichen Transportgerät zur nächsten Insel begibt, sich dort in eine Höhle hinabseilt, um Edelsteine an sich zu eignen.
Dass Jackie die grünen Smaragde einfach so einsteckt, geht ja noch, aber wenn er dann noch von dem heiligen Wasser trinkt, geht das den Eingeborenen zu weit und verfolgen diesen. Chan kann entkommen, und flüchtet vor dem spirituellen Volk in einem "RießenBall" (das macht sicher Spass). Zu dumm, dass er dabei die Smaragde hat fallen lassen, und somit alles für die Katz war.
Nach diesem Prolog bekommt Jackie von der Regierung den Auftrag, gestohlenes Gold, welches von Nazis im 2. Weltkrieg versteckt wurde zu finden. Es befindet sich in der Sahara in einem geheimen Stützpunkt, welcher nur mit Hilfe einer Karte gefunden, und mit einem speziellen Schlüssel Zutritt erlangt werden kann. Beides wird Jackie anvertraut, inklusive einer hübschen asiatischen Kollegin, die ihm helfen soll, da sie sich besonders gut in der Sahara auskennt. Als ob eine Nervensäge nicht genug wäre, bekommt Chan noch Gesellschaft einer blonden Spanierin, die mit will, weil ihr Großvater etwas mit dem gestohlenen/versteckten Gold zu tun hat/haben scheint.
Und auf dem Weg zum Gold treffen sie noch eine dritte Gefährtin, die ihnen bei der Suche hilft.
Chan trifft jedoch nicht nur auf nett hilfsbereite Menschen. Er ist bei weitem nicht der einzige, der das Gold sucht. Auch andere, weniger friedliche Parteien suchen nach dem Gold, und versuchen auch Jackie den Schlüssel und die Karte zu stibitzen...
Und wieder eine simple Story, die perfekt unterhaltsam umgesetzt wurde. Man weiß schnell um was es geht, und kann dementsprechend auch schnell in den Film einsteigen und mitfiebern, wenn versucht wird den Schlüssel vor den bösen Buben zu bewahren.
Die Szene im Hotel ist wirklich genial und bietet immerwieder witzige und originelle Einfälle, nicht nur bezüglich der Actionszenen. Hier jagt ein Gag den nächste, so dass Langeweile hier genausowenig aufkommen kann, wie die Teletubbies als Hauptdarsteller in einem Quentin Tarantino Film.
Egal was im Film passiert, man kann zu 90% immer lachen und ist gut aufgelegt. Das liegt meistens an den hilflosen 3 Damen, die ständig auf Jackies Hilfe angewiesen sind. Das Verhältniss zwischen Chan und den 3 Damen ist wirklich erfrischend komisch, so dass man die 4 nur ungern getrennt sieht.
In den meisten Fights jedoch liefert Chan seine One-Man-Show ab, und das mit seinen typischen Action Stilmitteln. Mehrere Leute prügeln auf Chan ein, und er kann wie immer auf akrobatische und völlig nicht-nachmachbare Art und Weise entkommen. Das sieht immer wieder klasse aus, und bestätigt welch einzigartiger Körperakrobat unser Lieblingsasiate doch ist!
Die unentbehrliche Verfolgungsjagd, in er Jackie auf einem Motorrad vor mehreren schwarzen Autos flüchtet ist schlicht und einfach genial. Hier wurde ganze Arbeit geleistet, und der Höhepunkt dieser Verfolgungsjagd, nämlich der Stunt in dem Jackie von seinem Motorrad springt und sich am Kran festhält, zählt noch zu seinen besten (und somit zu DEN besten) Stunts!
Highlight ist aber dann doch das Finale im Windkanal.
Selten hat ein Showdown soviel Spass gemacht wie hier. Chan und seine 2 Gegner befinden sich im Windtunnel, der auch gerade voll am Laufen ist, und diese halten sich an der nächst besten Stelle fest, um nicht gegen die Wand zu knallen, bzw nicht in den Propeller zu geraten. Kaum ist die Maschine aus, prügeln sie sich, ist sie wieder an, vergessen sie ihre Feindschaft und versuchen sich hoffnungslos zu retten.
Ich könnte hier noch jede einzelne Szene genauestens auseinander nehmen, aber ich habe bereits genug gesagt über dieses abenteuerliche Meisterwerk.
Wenn es einen perfekten Jackie Chan Film gibt, dann ist es dieser hier. Er hat alles, was den Fan erfreut, und auch neutrale Zuschauer, dürften sich hier köstlich amüsieren.
Ein super Partyfilm, nicht ganz so massentauglich wie Rush Hour, aber dennoch ein gerngesehener Superhit, dem es an nichts mangelt. 10 von 10 Punkten, was sonst?