Abenteurer Jackie bekommt den Auftrag, eine in der Sahara gelegene Basis der Nazis aus dem Zweiten Weltkrieg zu finden. Und da sich darin ein erheblicher Goldschatz befindet, sind auch andere Parteien auf dem Weg dorthin, wodurch sich alle Beteiligten in dem vom Hauptdarsteller Jackie Chan auch inszenierten Action-Abenteuer regelmäßig in die Quere kommen. Hierbei gibt sich der bei erscheinen teuerste in Hongkong produzierte Film abwechslungsreich, was den Krawall angeht. Neben den gewohnten, hier aber nur in reduzierter Quantität eingebrachten Nahkampf-Einlagen von Chan gibt es eine Verfolgungsjagd von Autos und Motorrad durch Barcelona oder auch kleinere Schießereien. Ernst ist die Chose nicht, der Humor insbesondere im Zusammenspiel mit den anwesenden Damen ist mir aber auf die Dauer zu hysterisch und in seinen aus der Zeit gefallenen Rollenbildern auch recht platt.
Das Ganze erinnert streckenweise an die „Indiana Jones“-Reihe, dem Klassenprimus kann das Werk allerdings zu keiner Sekunde das Wasser reichen. Muss er auch nicht. Für sich betrachtet ist die Hatz nach dem Nazigold oft unterhaltsam und insgesamt auch rasant in Szene gesetzt, letztlich schaut man „Mission Adler“ nicht wegen seiner Figurenzeichnung oder dramaturgischen Finesse, sondern wegen der Action. Da werden manche Stunts gleich mehrfach präsentiert, was vollkommen in Ordnung ist. Denn in dieser Kategorie liefert Chans Film einige Hingucker und immerhin im Endkampf gibt es ein paar schöne Kloppereien. Dennoch ist gerade in dieser letztgenannten Disziplin der Streifen etwas schwach auf der Brust, da hat man in anderen Werken schon Fetzigeres gesehen. Dass man über die obligatorischen Outtakes im Abspann die Schrift laufen lässt, sodass man kaum was erkennt, ist ärgerlich, denn dieser Nachklapp gehört bei vielen von Chans Filmen einfach dazu.
„Erinnert mich an meine Kindheit im Hinterwald.“
An manch bekannten Abenteuerfilm erinnernde Produktion aus Hongkong von und mit Jackie Chan sowie einigen Schauwerten. Der Humor funktioniert für mich weniger, manche Actionszene ist aber immer noch ansehnlich und mit seinem ordentlichen Tempo bietet „Mission Adler“ einen gewissen Unterhaltungswert.