Mit „Flash Fighter“ ist mal wieder ein typischer Actionstreifen gedreht wurden, wie er nur in Italien entstehen konnte. Alleine der merkwürdige Storymix aus Western und Märchen aus 1001 Nacht ist schon sehr fragwürdig. Welches Publikum wollte man wohl damit treffen?
Doch wie viele andere Italo Vertreter dieser Zeit, wird man, wenn man sich mit dieser Art Film anfreunden kann, auch hier wieder ganz gut Unterhalten. Ruggero Deodato („Cannibal Holocaust“) bewegt sich hier Inszenatorisch auf einen ähnlichen Niveau wie bei den Film „Die Barbaren“ und bietet schlichte unblutige Actionkost und eine extrem magere Story, die den ganzen Film nach dem immer gleichen Schema ablaufen lässt. Das bedeutet dass die reiche Tochter (Savina Gersak, die durch Produzent Ovidio G. Assonitis sogar die Chance bekommen hat in US Filmen wie „The Bite“ oder „Midnight Ride“ mitzuspielen) anfangs entführt wird, befreit wird, entführt wird und so weiter. Diese Handlung bietet halt die Möglichkeit recht viel Action unterzubringen, die aber auch wieder nach einem sehr ähnlichem Schema abläuft. Da alles in einer unbekannten Wüstenwelt zu einer unbekannten Zeit spielt, gibt es eine Mischung zwischen Italo Western (der einsame, wortkarge Held, mit Armbrust und explosiven Geschoßen bewaffnet) und Sindbad (die Beduinen und Kostüme der Personen). Es gibt einige Nahkämpfe und sonst verschießt der „Flash Fighter“ (im Original übrigens "Lone Runner", was mehr Sinn macht, aber zur damaligen Videozeit gehörte einfach ein „Fighter“ in den Titel) seine Explosivenpfeile und räumt so unter den Gegnern auf. Alles in allem halt nicht wirklich überragend, aber solide für einen italienischen Trashfilm.
Zumindest bekommt man bei den Darstellern einige bekannte Gesichter geboten. Denn neben dem Actionheld Miles O’Keeffe (typischer Star für damalige Flicks), der sogar heute noch regelmäßig Rollen abbekommt, sind die Genrestars wie Al Yamanouchi („Fireflash“), Richard Raymond bzw. Ottaviano Dell’Acqua („Riffs 3“) und John Steiner(„Mannaja“, „Cut And Run“) zu sehen. Steiner übrigens in einer seiner ausgeflipptesten Rollen; und das soll schon etwas heißen!
Fazit: Wahrlich nur für Italoactionfans gedacht, kann man sich bei grooviger Musik und der, wie meistens, technisch soliden Regiearbeit Deodatos knapp 80 Minuten eine Breitseite unterhaltsamen Trash geben. Wer sonst nichts zu tun hat:)