Review

Süße Beatlesmania


Die Beatles waren und sind wohl auf ewig die grösste Boyband und Popgruppe aller Zeiten. Viel mehr noch als das. Über kaum eine andere singende Sensation wurden mehr vollwertige Filme gedreht. Allein schon „A Hard Days Night“ gilt nicht umsonst als absoluter Filmklassiker. Sie waren wegweisend, inspirierend und heissbegehrt. Sexsymbole, Musikgenies, Ikonen. Also ist es kein Wunder, dass sich auch Robert Zemeckis in seiner frühen Schaffensphase ihnen widmen wollte. In „I Wanna Hold Your Hand“ folgen wir einer Handvoll Fans, Groupies und Kritikern (!) der Beatles auf ihren wilden Wegen zu einer TV-Aufzeichnung der vier Supersänger…

Die Frisur und ihr Charme,
diese vier Jungs umwickelten jede Dame wie Garn. 

Wer sie live sehen wollte musste an Horden von Groupies vorbei,
und während der Handlung von „I Wanna Hold Your Hand“ befanden sie sich auf einem All-Time-High.

Zemeckis erschafft gerne Figuren aus dem Computer,
damals war er noch ein echt Guter. 

Schon hier kann man seinen Hang zu Tricks im Finale erkennen,
doch auch die komischen Episoden zuvor sollte man nicht verpennen. 

Von Musiknerds über Verlobte auf Abwegen bis zu reinster Hysterie,
sah man Groupies solche Längen gehen selten bis nie. 

Das hat Charme, das hat Tempo und Witz,
dazu muss dich keine neue Info treffen wie ein Blitz. 

Eine Art naiver Kompagnon zu „Wir wollen zum Konzert!“-Filmen wie „Detroit Rock City“,
den ich sicher nicht nur mag aus pity. 

Denn die verknallten und versessenen Mädels haben genug Tiefe und durchleben Erkenntnisse,
die hinterlassen in ihren noch jungen Köpfen deutliche Spuren und Risse. 

Denn egal wie sehr man Stars folgt oder verehrt, das wirklich Wichtige hat einem schon immer das Leben gelehrt. 

Fazit: knuffig, kauzig, kichernd - „I Wanna Hold Your Hand“ ist ein lockerleichter und unterschätzter Beatles-Film, der die Faszination und den Hype der vier Pilzköpfe bzw. ihrer Fans quirlig und nie zu ernst gemeint einfängt! 

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