The Romantic Rise of the Nerd...
"Electric Dreams" habe ich in meiner Kindheit (leider) nie gesehen. Aber ich kann mir absolut vorstellen, wenn ich es getan hätte, dass das damals einer meiner absoluten Lieblinge geworden wäre - der seiner Zeit voraus war und noch immer rockt! Erzählt wird in der technisch-romantischen Komödie aus der Anfangszeit der Heimcomputer und der Hochzeit der 80s-RomComs von einem nerdigen Architekten, dessen brandneuer PC sich in seine sich anbahnende Beziehung mit seiner attraktiven Nachbarin einmischt...
... vs. the Rise of the cockblocking Home Computer
Ich habe eine süße RomCom mit viel 80s-Charme und noch mehr 80s-Technikgimmicks erwartet - und ja, das wird geliefert, aber im Grunde hat "Electric Dreams" nochmal deutlich mehr auf der Festplatte. Ein absoluter Fund, würde ich mal behaupten! Das Tempo ist halsbrecherisch, stolpert aber nie über die eigenen Füße. Es gibt immer inszenatorische Einfälle, Kniffe, egal ob technisch oder audiovisuell oder charakterlich. Unser "Held" ist einfach zu mögen. Und Virginia Madsen als Nachbarin ist einfach anzubeten. Und die vielen technischen Spielereien und Details aus dieser Zeit treffen heutzutage zwischen Siri, Alexa und ChatGPT natürlich nochmal ganz anders. Charmant und chaotisch. Eine einfachere Zeit. Eine aufregende Zeit. Das spürt man. "Electric Dreams" ist ein großer Spaß, der auch filmisch echt etwas auf dem Kasten hat und in den Gesprächen über die besten und kreativsten RomComs seines Jahrzehnts auf keinen Fall ausgelassen werden sollte. Eine ganz besondere Menage-a-Trois. Coole, elektrische Popsongs bzw. Beats. Immer wieder Stilpunkte, unterlaufene Klischees und bytesized Genialitäten auf allen Ebenen. Selbst bei nicht geringen Erwartungen bin ich von "Electric Dreams" schwer beeindruckt.
Zwischen Pong und Peng
Fazit: Süß, nerdig, flott. "Electric Dreams" ist auch ein filmtechnisches Träumchen - zumindest für 80s-Babies!