Last Man Standing ist ein Remake des Klassikers "Yojimbo – Der Leibwächter", der auch schon von Sergio Leone als "Für eine Handvoll Dollar" adaptiert wurde. Mit Bruce Willis und Christopher Walken konnte Regisseur Walter Hill zwei nahmhafte Stars verpflichten. Trotzdem war von vorneherein klar, dass es dieses Remake angesichts der grandiosen Vorgänger schwer haben würde.
Anfang des 20. Jahrhunderts: John Smith (Bruce Willis) muss einige Zeit untertauchen. Auf dem Weg nach Mexiko kommt er in das von zwei Banden regierte texanische Kaff Jericho. Smith wittert seine Chance, die Seiten gegeneinander auszuspielen und einen schnellen Dollar zu machen...
Der Film spielt zwar im Jahr 1931, trotzdem ist er ein astreiner Western, der mit einer großen Menge Blei und coolen Sprüchen von einem bestens aufgelegten Bruce Willis zu überzeugen weiß. Besonders die Wortwechsel mit Christopher Walken als gefährlichem Hickey sind sehr unterhaltsam.
Mit 96 Minuten wurde die Handlung auf das Nötigste beschränkt. Auch Spannung wird nicht wirklich aufgebaut, was dem Film aber nicht schadet. Durch die Ballerorgien ist der Streifen zu jeder Zeit kurzweilig und weiß auch im Langzeittest zu bestehen. Die Filmmusik sticht nicht heraus, gegen das Vorbild Ennio Morricone konnte sie aber ohnehin nicht bestehen.
Wem brutale Western mit einem Haufen durchlöcherten Toten gefallen, der ist hier richtig aufgehoben.