Review

Genre: Actionkomödie

Story: Es geht in dem Film darum, dass Jackie durch Zufall einer fremden Frau begegnet, die von Gangstern verfolgt wird. Jene Frau hat nämlich ein Video mitgeschnitten, in dem ein Drogendeal vonstatten geht. Durch etwas komische Zufälle landet das Tape bei Jackie. Den Rest könnt ihr euch eigentlich zusammenreimen. Jackie wird von den Gangstern verfolgt und schlussendlich siegt das Gute wieder über das Böse. Also wirklich eine tolle Story war von Jackie Chan Filmen (Ausnahmen gibt es) noch nie ausschlaggebend, aber das ist dann schon etwas zu wenig. Die Story ist im Prinzip fast gleich wie in Rumble in the Bronx ist ( bei Rumble wurde er wegen Diamanten verfolgt). Sie gibt einfach zu wenig um einfach auch nur irgendwie Spannung aufkommen zu lassen. Sie ist in diesem Film lediglich ein Gerüst und schafft auch nur einen Grund, sei er auch noch so blöd, Jackie in atemberaubende Kampfszenen zu verstricken.
1 von 5 Punkte

Charaktere: Wie zuletzt der Film A New Police Story bewies hat Jackie auch das Zeug zum guten Schauspieler. Nur gehört dieser Film leider nicht dazu. Ich habe durchaus Verständnis dafür, dass Jackies Filme meistens nicht ernst sind und mehr die Action und der Humor im Vordergrund steht und ich brauche bei Gott nicht Oskarreife, schauspielerische Leistungen um zufrieden zu sein, aber dennoch brauche ich ein gewisses Quantum um es akzeptabel zu finden. Früher hatte Jackie wirklich noch tolle Charaktere (meistens), doch seit 1994 hat Jackie meiner Meinung nach fast immer den selben Charakter gespielt. Es ist jetzt egal ob er einmal einen Polizisten, einmal einen Cowboy oder wie in diesem Fall einen Koch spielt. Er bleibt irgendwie immer derselbe. Er ist stets nett, höflich zu allen und meistens leider auf den Mund gefallen. Ich vermisse irgendwie Rollen alla Asian Hawk oder jene in Twin Dragons.
Auch die restlichen Schauspieler wissen leider nicht zu überzeugen. Da hätten wir die drei Ladys, die zu sehr an Mission Adler errinnern. „Hilfe Jackie“. Was mir auch noch nicht gefällt ist, dass man so ein drittel vorm Ende sieht wie die Reporterin eine Gescheuert kriegt und dann für den Rest des Filmes einfach verschwindet. Ich meine was ist mit der passiert. Ist sie jetzt tot oder lebt sie noch? Solche Mängel in der Art gibt es leider im Laufe des Films ein paar mal. Darum sehe ich mich gezwungen nur sehr wenig Punkte in diesem Belang abzugeben.
1 von 5 Punkte

Atmosphäre: Der ganze Film spielt in Melbourne. Und wie die meisten sicher wissen werden ist Australien einer der schönsten Kontinente dieser Erde (zumindest für mich)
Darum stimmt auch die Atmosphäre in dem Film. Seien es nun gewagten Landschaftsaufnahmen oder jene Räume in denen sich die Kämpfe abspielen. Es stimmt einfach.
5 von 5 Punkten

Humor: Was ist bei einer Actionkomödie wichtig. Der Humor und die Action. Mit der Action stimmt es zwar in dem Film aber leider nicht mit dem Humor. Und da kann auch kein Gastauftritt von Sammo Hung weiterhelfen. Zu träge sind einfach manche Witze und vor allem zu wenig. Legendlich Richard Norton schafft es als Gangsterboss einen manchmal wirkliche Lachflashs abzujagen.
2 von 5 Punkte

Action: Bei Mr Nice Guy stimmt sowohl die Qualität als auch die Quantität. Beginnen wir von vorne. Der erste Fight ist jener in der Jackie der fremden Frau begegnet. Dieser enthält durchaus gute Szenen wobei der Kampf mehr mit Humor verbunden wird. Szenen in der Jackie einen Gangster in eine Mülltonne verschachtelt oder bei einer Bikerhochzeit in die Geburtstagstorte fliegt sind wirklich krass.
In der zweiten geht es dann so richtig zur Sache. Zuerst fangen die Gangster Jackie im Einkaufszentrum ab wobei er so manches Geländer herunterrutscht und so manche Akrobatikeinlagen aufführen kann. Hinzu kommt noch ein kleines Kämpfchen mit Stühlen.
Nach einer kurzen Verschnaufpause wird auf einer Kutsche weitergehetzt. Und dort fliegen richtig die Fetzen. Ob es nun gilt einer Eisenbahn auszuweichen, graziös von einer Kutsche herunterzufallen oder durch so manche Fensterscheiben zu stürzen, der Fight ist einfach einmalig
Danach folgt erst einmal ein kleiner Stunt, bei dem ein ganzes Appartement explodiert und Jackie, der auf einem Brett herüberbalanciert um auf die andere Dachseite zu gelangen weckgerissen wird.
Der nächste Stunt ist auch nicht ohne und beweist wiederum, warum Jackie einfach der Beste ist. Als er seine Freundin auf der gegenüberliegenden Seite eines Flusses sieht nimmt er Anlauf, springt auf einen Kran, der so herumschwenkt, dass Jackie somit auf die andere Seite gelangt.
Die nächste Kämpferei findet in einem Auto auf engsten Raum statt. Trotz all dieser Umstände finde ich sie nicht so besonders gut, obgleich sie auch noch nie in so einer Form dagewesen ist.
In der nächsten Sequenz kämpft Jackie mit Händen und Füßen festgebunden gegen den Obermotz.
Leider ist diese Sequenz qualitativ nicht so hoch anzusiedeln, da ja auch eine komplette Sequenz herausgeschnitten wurde.
Nun kommt der eigentliche Schlussfight. Leider wurde auch dieser ein bisschen verkürzt. Zuerst befindet sich Jackie auf einem Rohbau bei dem erst die Wände und ein paar Türen eingesetzt sind. Das ermöglicht jackie wieder Action mit Komik zu verbinden. In einer sehr guten Szene macht Jackie eine Türe auf und bemerkt, dass es dahinter etliche Meter in die Tiefe geht. Durch gute Reaktion kann er sich noch am Türknopf festhalten und auf die andere Seite schwingen. Der Gangster nach ihm hatte leider nicht mehr so viel Glück.
Und dann wird’s erst so richtig fetzig. Jackie benützt jeden erdenklichen Gegenstand, der sich auf einer Baustelle befinden kann um sich damit zu verteidigen. Seien es nun Schubkarren die er elegant herumwirbelt, ein Betonmischer oder ein Feuerwehrschlauch (etwas unlogisch) oder eine riesige Kabeltrommel. Zwischendurch wird Jackie auch nur fast in zwei Hälften geteilt oder mit einer Schleifmaschine angegriffen. Leider endet die Kampfszene etwas zu schnell.
Die nächste Szene handelt sich weniger um einen Schlussfight sondern um eine Actionszene. Jackie muss einem riesigen Bulldozer entkommen. Dadurch entstehen einige gewagte Stunts, die beweisen, dass man nicht immer eine Leiter braucht um irgendwo heraufzukommen.
Die letzte Sequenz ist eine auf rein zerstörungswütiger Basis, die man sonst nur in einem Independent Film sehen kann. Jackie reist mit einem Bulldozer eine ganze Villa ein und bringt sogar Glasscheiben zum Explodieren??? Ich sag nur Geschmackssache.
Fazit: Mr Nice Guy ist ein reiner Actionfilm den ich wenn ich dem Film Gesamt betrachte nur Jackie Chan und Actionfans empfehlen würde. Die Story ist schlecht sowie fast der Rest des Films. Nur die Action und die Sets können komplett überzeugen.

Details
Ähnliche Filme