Jackie ist ein beliebter Koch für eine TV-Sendung und recht bekannt. Als er zufällig auf Diana trifft und ihr aus der Patsche hilft, bekommt er den ganzen Ärger zu spüren. Diana ist Reporterin und hat einen Drogenbaron bei einem Deal gefilmt, wurde jedoch gesehen. Wie der Zufall will, gerät das gefährliche Videotape in Jackies Hände, ungewollt, als er Diana vor den Männern rettet. So sind diese nun auch hinter ihm her.
Kurz vor dem großen Hops über den Pazifik gen USA, entstand noch unter der Golden Harvest Stammbrutstätte eine weitere Action Komödie im typischen Chan Stil. Hier gerät er nicht nur zwischen die Fronten zweier rivalisierenden Gangs, sondern auch zwischen die Polizei und drei Frauen, ähnlich wie in Mission Adler. Klar das hier in mehrfacher Hinsicht der Beschützerinstinkt geweckt wird, denn alle sind hinter einem Videoband her, das den großen Gangsterboss Giancarlo schwer belastet.
Zwar ist die Geschichte insgesamt mal wieder so tiefschürfend wie eine austrocknende Pfütze, bietet aber ansonsten alles was Jackies Filme so populär gemacht haben. Der Humor ist erfreulich wenig zotenhaft, da scheint der Star doch deutlich gereift zu sein, die Action ist rasant was in den knappen 80 Minuten nur minimal Raum für Toilettenpausen erlaubt und vor allem darf Chan mal wieder alles für die Spaßkämpfe zweckentfremden was gerade so rumsteht und seine tolle Akrobatik durchexezieren (wie er durch dieses schmale Gitter gekommen ist werd ich nie kapieren, zum Glück zeigen die Outtakes, das er selbst mehrere Aufnahmen brauchte).
Gut Gelungen sind besonders die drei großen Action Einlagen, als sich Jackie Fernsehkoch durch eine Rockerhochzeit kämpfen muß, der lange Fight in einem Hochhaus Rohbau gegen Giancarlos gesamte Bande und besonders der Showdown, als mit einem Giganto-Kipplaster eine ganze Villa im wahrsten Sinne des Wortes zerlegt wird, wissen gut zu gefallen. Zwar etwas schade das Chan im Schlußakt komplett auf Kung Fu verzichtet, aber eine grande Materialschlacht ist doch auch was nettes. Nur die lästigen Eifersüchteleien zwischen Freundin, Sekretärin und Reporterinnen stören den Ablauf.
Wer Jackies Filme mag, ist bei Mr. Nice Guy nicht verkehrt, die klassischen Motive des Maestros sind alle vorhanden. Mit Richard Norton wurde ein geeigneter Gegenspieler gefunden und Kumpel und Regisseur Sammo Hung hat einen spaßigen Cameo Auftritt. Paßt alles soweit zusammen und ist deutlich erwachsener als die früheren Hong Kong Albereien.
7/10