Sean S. Cunningham kenne wir alle nur zu gut, als Schöpfer einer der wohl berühmtesten und berüchtigsten Horror-Reihen aller Zeiten, Freitag der 13. Jason und seine Morde am Camp Crystal Lake wurden zum absoluten Kult unter den Horror-Freaks. Doch das ein Regisseur nicht immer beim gleichen Genre bleiben will, sondern auch außerhalb seiner Stamm-Richtung zeigen will was er drauf hat, ist logisch. Und somit möchte uns Sean mit "Im Sauseschritt ins Dünenbett" mal zeigen, dass er auch etwas anderes kann, außer einen verrückten Massenschlachter auf die Menschheit loszulassen. Schade nur, dass er damit kaum überzeugen kann.
"Spring Break" ist im Grunde nichts anderes, als eine typische 08/15-Teenie-Party-Klamotte, wie sie nach Israels berühmter "Eis am Stiel"-Reihe in Massen auf den Filmmarkt kam. Es geht dabei um zwei Loser, die in einem Ferienort Urlaub machen möchten. Dort treffen sie auf zwei Machos, die ihnen zeigen, was es heißt Spaß im Urlaub zu haben. Mädels, Saufen, Sex, Partys und nichts anderes ist dabei angesagt. Und um nichts anderes geht es auch in diesem Streifen. Im Grunde rennen die Protagonisten nur von einer Party zur nächsten, ohne Sinn und Verstand und ohne Tiefgang. Zwar gibt es zwischendurch mal ein paar Abwechslungen in der drögen Geschichte, durch den Stiefvater einer der Loser, doch im Grunde ist hier auser Party nichts anderes angesagt.
Gut, in Sachen Story zieht Cunningham also genau die gleiche lahme Nummer ab, wie bei seinen Horrorfilmen. Doch im Gegensatz zu seinen Schlachterstreifen, macht seine Teenie-Klamotte nur selten Spaß. Die Gags sind allesamt auf mäßig lustigem Niveau und liegen eigentlich ständig irgendwo zwischen Menschen mit Bier überschütten, sich über Mädchen mit großen Titten lustig machen und den Fettnäpfchen, in das die Figuren nach ein an der treten. Und eben zwischen allerlei faden Partygags. Löblich ist dabei vielleicht die Tatsache, dass Cunningham dabei nur selten mal wirklich tief unter die Gürtellinie rutscht und Fäkalien-Humor vollkommen ausläßt. Dennoch sind die meisten Witze einfach irgendwo fad und können nicht unterhalten.
Pluspunkte erwirtschaftet sich der Streifen da vor allem durch seine sympathischen Figuren. Sicher, tiefgehende Charaktere gibt es hier keine, doch wenigstens wurden die vorhandenen Figuren allesamt auf eine recht sympathische Art und Weise gezeichnet und können den Zuschauer überzeugen. Vor allem die tolle Freundschaft, die zwischen den Losern und den Machos, im Laufe des Films, entsteht, überzeugt.
Und auch die Musikuntermahlung reißt noch mal einiges aus. Die Musikstücke sind allesamt super ausgewählt worden und erzeugen Stimmung. Und für die richtige Filmmusik hat sich Cunningham seinen hauseigenen Komponisten Harry Manfredini gekrallt, der auch schon die Friday-Movies so wunderbar hat klingen lassen. Gut so!
Was die Darsteller angeht, so wird typische Teenie-Massenware geliefert, wobei hier keiner wirklich heraus zu stechen vermag. Die Mädels sehen zwar allesamt recht lecker aus, doch schauspielern können sie kaum. Und die männlichen Darsteller dürften höchstens den zuschauenden Damen gefallen.;) Na ja, aber was solls. Für so einen seichten Film reicht das immer noch aus.
Fazit: Recht lahm ausgefallenes Teenie-Komödchen von Horrorspezi Sean S. Cunningham, der hiermit leider beweist, dass er anscheinend außerhalb des Horrors nicht sonderlich überzuegen kann. Eine wässrige Story, größtenteils recht fade Jokes und ein eher maues Schauspielerteam, bedienen so ziemlich jedes Klischee einer schlechten Teenie-Klamotte, mit Ausnahme das die Witze größtenteils recht sauber bleiben und die Figuren rundum sympathisch ausgefallen sind. Ansonsten aber ein Film, den man sicher schnell wieder vergessen wird.
Wertung: 4/10 Punkte