Wie eine üble Mischung aus „Hexenclub“ und „Dead Mary“ kommt dieser Streifen über das titelgebende Dämonenwesen daher.
Denn über ein klares Konzept verfügt er nicht, sondern versucht möglichst viel nackte Haut in Weichzeichner einzubinden, ohne auch nur im Ansatz eine sinnvolle Geschichte zu erzählen.
Diese ist allenfalls zu Beginn noch gut nachvollziehbar: Fünf junge Mädchen befinden sich in einer Art Ferien-Kloster und beschwören die Dämonin Lilith, auf dass ihre geheimen Wünsche erfüllt werden mögen. Doch innerhalb ihrer Visionen werden sie nach und nach vom tödlichen Schicksal heimgesucht.
Da gibt es also eine Nonne, die soeben als geheilt eingestuft wurde, da sie einst Visionen von Lilith hatte, die natürlich nach wie vor bestehen. So sieht sie ihre fünf weiblichen Schützlinge auch mal während leichter Lesbenspielchen, obwohl die in Wirklichkeit einfach nur unter der Dusche stehen.
Die Girlies finden wiederum in einem Buch die Anleitung zum Ritual, malen sich ein Pentagramm, stellen Kerzen auf, faseln dummes Zeug und falten ihren Wunschzettel in die jeweiligen Ecken. Bis dahin könnten der Handlung also noch spannende Momente folgen, jedoch geht es ab da nur noch steil bergab.
So sieht sich eine in einer schmierigen Bar und wird vom Barkeeper drangsaliert, eine befindet sich bei einem gespenstischen Chirurgen und eine weitere wohnt einem S/M-Szenario bei, an dessen Ende zumindest noch ein gelungener Schockmoment zu verzeichnen ist.
Doch rein inszenatorisch wird einem ein einziges Desaster geliefert: Ständig Weichzeichner, gerne auch mal mit variablen Farbfiltern und eine grobkörnige Auflösung, die an Schmuddelfilme vom Bahnhofseck erinnern (aus den 70ern).
Dazu null Gespür für Atmosphäre, Erzähltempo oder Timing, - sämtliche Szenen ziehen sich schier endlos und man wartet ungeduldig auf das Ableben der Figuren, die einem komplett egal sind. Die wenigen, völlig harmlosen Blutszenen fallen dabei schon gar nicht mehr ins Gewicht.
Dass sämtliche Darstellerinnen über nett anzusehende, natürliche Oberweite verfügen, ist zwar erfreulich, doch umso schwächer fällt ihr Minenspiel aus.
Da ist es schon erstaunlich, für eine Szene einen mittlerweile uralten Mickey Rooney zu erspähen, der der vermeintlichen Hauptfigur im Park einen Glücksbringer überreicht, - es ist die wohl stärkste Szene des kompletten Streifens.
Anderweitig hat man es schlicht mit billig heruntergekurbeltem Blödsinn zu tun, dem inhaltlich jeglicher Zusammenhang fehlt. Ob die Nonne nun vom Geist der Dämonenfrau besessen ist, oder diese tatsächlich in Erscheinung tritt, um den Girlies die Seele aus dem Leib zu saugen, ist völlig unklar und auch die Frage, wie viel die Visionen mit den vorher aufgeschriebenen Wünschen zu tun haben, wird kaum geklärt.
Dazu passt allerdings der Showdown, der als solcher kaum zu erkennen ist, weil das Tempo gleich bleibend lahm ist und man bereits vergessen hat, welche der Trusen überhaupt noch am Leben ist.
In jeder Hinsicht dilettantisch, unspannend und blutarm.
2 von 10