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Noch ein bisschen mit der Trommel durch das Zimmer hüpfen, da schlägt die Uhr acht und ein kleiner Junge wird von seiner Mutter ins Bett geschickt. Nur vom Kerzenlicht erhellt ist dies kein angenehmes Unterfangen, denn der Sandmann kommt vielleicht bald.

Und dieser bringt keine süßen Träume, sondern hat in dem von Paul Berry inszenierten Kurzfilm eine recht grausige Absicht. Dass das hier kein Kinderfilm für die Bettgehzeit ist, wird allerdings auch so schnell klar. Das Design erinnert an den Expressionismus der Stummfilmzeit, alles ist finster und Schatten schleichen mit den Figuren durch die Räume. Die schrägen Formen, das Fehlen von Dialogen und die optische Interpretation der im Titel benannten Figur machen sich in dem durch Stop-Motion-Technik realisierten Film recht gut, die Präsentation ist durchaus ansprechend. Inhaltlich ist da nicht viel, die albtraumhafte Atmosphäre muss da reichen.

Mit seinen knapp zehn Minuten für zwischendurch durchaus brauchbar und hübsch animiert. Sieht man sich nicht wegen der erzählerischen Komponente, aber eben der Präsentation wegen ruhig mal an.

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