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Ben Murphy (John Krasinski) und Sadie Jones (Mandy Moore) wollen heiraten. Sadie will unbedingt in ihrer Heimat-Kirche heiraten, in der Pfarrer Frank (Robin Williams) verantwortlich ist. Der stellt sich als ziemlicher Psycho da und zwingt das Paar letzendlich zu seinem sehr erfolgreichen Seminar: Bevor die beiden heiraten, sollen sie dort teilnehmen, da die Scheidungsquote der Paare, die teilgenommen haben, bei sensationellen 0,0 Prozent liegt. Sadie ist begeistert und willigt ein, schließlich ist sie fest davon überzeugt, dass sie in Ben den Mann des Lebens gefunden hat. Was soll´s, denkt sich Ben und willigt knurrig die Teilnahme zu. Von nun an wird die Beziehung dank durch des Pfarrers Händchen ordentlich auf die Probe gestellt. Werden Ben und Sadie das Seminar bestehen und heiraten?...

"Lizenz zum Heiraten" wurde mal wieder die typische romantische Unterhaltungs-Komödie, wie man sie sich in 08/15 vorstellt, Robin Williams ist natürlich als Zugpferd bestens geeignet, die Werbetrommel anzurühren.
Nun, wir sehen das gut agierende Paar ( John Krasinski spielt den American-Pie-Trottel, der von einem Fettnapf in den anderen tritt sehr gut, ebenso Mandy Moore als bezaubernde, steht´s gut gelaunte Love-Tusse) in den absurdesten Situationen. Leider verfällt der Film nach stark aufgelegtem Anfang zu sehr in Kleinigkeiten, die Story will nicht richtig ihren Weg machen. Und - das ist das Schlimme - das Tempo des Anfangs, und vorallem die Gag-Quote sind im späteren Verlauf dünn gesäat. Wenn der Höhepunkt der Lacher sich auf simple Stolpereien, von Schränken hinunter fallen etc. (die zudem auch noch verdammt aufgesetzt wirken) beschränkt, sagt das eigentlich schon alles über den Charme des Filmes aus.
Hinzu kommt ein dickes, kleines hässliches Balg (Josh Flitter), das dem Pfarrer zur Seite steht, bei dem man Nerven wie Drahtseile besitzen muss, um es auszuhalten. Nicht nur, dass der blöde Fetti einem die ganze Zeit auf die Nüsse geht, selbst Robin Williams hat schon tausend bessere Rollen gehabt und spielt den Pfarrer hier so überdreht, dass es keinen Spaß mehr macht.


Naja, für einen unterhaltsamen Abend mit der Holden (die wahrscheinlich wieder ´nen Abgang von der Schmonzette bekommt) langt es aus. Trotzdem ist "Lizenz zum Heiraten" eher noch etwas tiefer anzusiedeln, wie sonstige gelungene 08/15-Liebeskomödien make by Hollywood. Einfach zu lahm, unglaubwürdig und wenig lustig.

5/10

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