Die Marketing-Maschine „Man gebe Will Smith eine Hauptrolle und lässt ihn den Titelsong singen, lässt Barry Sonnenfeld Regie führen, schon wird ein der Film ein Megahit“, ging mit Wild Wild West nicht auf. Und man möchte sagen „das ist auch gut so“.
Unter anderem lag es wohl auch daran, das der Film für den Zuschauer so gut wie keine Überraschungen bietet, die Sache mit der Riesenspinne wurde ja von Anfang an in jedem Trailer oder Bericht über den Film verraten und es gehörte schon zur Story das es hieß „Loveless bedroht das Leben des Präsidenten mit einer riesigen Spinne“.
Man hat also das Beste gleich von Anfang an verraten und sich quasi ganz auf Will Smith und den Film verlassen.
Will Smith (im Gegensatz zu MIB, wo er derjenige war der zusammen mit dem Zuschauer alles mit großen Augen auf sich zukommen sah) wird hier zu dem alleskönnenden, Revolverwirbelnden Supercowboy und U.S. Marshall James West. Dazu kommen die Erfindungen von Artemus Gordon (Kevin Kline) und von Dr. Loveless (Kenneth Branagh), fürs Auge dann noch eine sexy Salma Hayek (deren Körpergröße von 155cm mir hier zum ersten Mal richtig aufgefallen ist).
Das ist zwar immer wieder nett anzusehen, aber es reichte nicht, um die Zuschauer richtig mitzureißen, wie es bei MIB so gut geklappt hat. Beides sollten zwar „nur“ Popcornfilme sein, aber wie gesagt, Wild Wild West scheitert an den genannten Problemen. Daher ist der Film über die ganzen 100 Minuten nett anzusehen, aber man hat ihn nach weiteren 100 Minuten auch schon wieder vergessen.