Review

Dabei sein (und sterben!) ist alles

In diesem bizarren Sport-Slasher (!) stirbt alles und jeder - wahrscheinlich sogar der olympische Gedanke. Blöd nur, dass dies meist nach immer demselben Muster geschieht, wenn sich ein Speer statt in den Boden in einen (immerhin durchtrainierten und manchmal auch nackten) Menschenkörper bohrt…

SpeerwerFAN

„Fatal Games“ ist für mich gar nicht einfach zu bewerten. Einerseits kriegt die Grundidee und ungewöhnliche Kombi „Sport/Slasher“ Props. Die Menschen sind hübsch, oft genug hüllenlos und wenn ein Killer dermaßen konsequent Speerwurf als seine einzige und geliebte Mordmethode auserkoren hat, ist das nicht nur auf dem Papier glorreich bescheuert. Die Laufzeit übertreibt es nicht, das Ding war pünktlich zu den olympischen Spielen in L.A. damals fertig, die Synthies ballern stupide in's Ohr, der blaue „Nachtfilter“ ist stark in diesem hier und alles hat eine wunderbar räudig-cheesige Atmosphäre näher an Pornos als an Hollywood. So weit, so gut. Eine Sache stört mich aber dermaßen gewaltig, dass „Fatal Games“ immer einen faden Beigeschmack behalten wird. Und das ist die extreme und ratlosmachende Einseitigkeit der Kills. Was hätte man in diesem Sportsujet kreativ und freaky werden können. Aber nein, es wird nur Speer geworfen. Immer und immer und immer wieder. Auf dem Sportplatz, in den Gängen, im Schwimmbad. Speer und sonst nichts mehr. Und das ist dann zwar konsequent dumm, aber gerade bei dieser Ausgangslage und einem Sportraum voller Bälle, Ringe, Matten, benutzter Sporthosen und anderen indirekten Todesfallen doch eine arge Enttäuschung. Da war mehr drin. Trotzdem insgesamt etwas besser als sein Ruf - wenn man auf schwitzige Käseplatten steht! 

Fazit: der erste und einzige „athletische Slasher“ kriegt leider nur die Pappmedaille… und stolpert (teils aber ganz wunderbar) über seine eigenen Käsefüsse! 

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