Rod Kimble ist Stuntman. Zumindest hält er sich für einen, denn eigentlich kriegt er nicht viel auf die Reihe, was meist schmerzhaft endet. Als sein ihn vermöbelnder Stiefvater erkrankt, will Rod durch einen großen Stunt genug Geld sammeln, um eine Herz-OP zu finanzieren. Um sich danach endlich Franks Respekt zu erprügeln.
Die Geschichte ist dämlich, keine Frage. Aber in der von Akiva Schaffer inszenierten Komödie mit parodistischen Zügen ist das völlige Nebensache. Man weiß kaum, wo man anfangen sollte, den hier bis zum Ende durchgezogenen Klamauk zu beschreiben. Der Humor bewegt sich zwischen brachialem Slapstick bis zu beknackten Dialogen oder Dingen, die ohne Kontext passieren. Ebenezer Scrooge, ich schaue in deine Richtung!
Untermalt wird das von diverser retro-Mucke, bevölkert wird das Szenario von schrulligen Typen. Allen voran Andy Samberg, der den verpeilten Rod mit einer einnehmenden Ernsthaftigkeit gibt, obwohl hier wenig ernstzunehmen ist. Und seine Figur bekommt die wohl beste einen-Hang-hinunterstürzen-Szene der Filmgeschichte verpasst. Bill Hader und Danny McBride ergänzen mit ihren Beiträgen die vorherrschende Tonalität, Jorma Taccome und Isla Fisher halten sich da etwas zurück und schwimmen mit. Sissy Spacek und Ian McShane sind komplett unterfordert, dennoch nimmt man sie gerne mit.
„Let's jump this jump!“
Ein herrlich doofer Beitrag dazu, dass man alles erreichen kann, wenn man es nur will. Auch, wenn man es eben nicht kann. Samberg trägt den Film, der Humor kommt aus mehreren Richtungen und unterhält über seine unter neunzig Minuten gut – wenn man was mit ihm anfangen kann. Irgendwo zwischen „Jackass“, „Napoleon Dynamite“ und was mit Will Ferrell. Passt.