Es läuft nicht so für Ritchie (Stephen Dorff). Die erbeuteten Diamanten, mit welchen er seine Schulden beim Gangsterboss Groznyi (Sean Pertwee) begleichen sollte, landen wegen eines Hundes verstreut auf der Straße. Groznyi ist darob verständlicherweise not amused, aber er gibt Ritchie noch eine Chance. Es gilt, in Russland ein antikes Kreuz zu beschaffen. Der Coup im obersten Stock eines Hochhauses gelingt, doch auf der Fahrt nach unten bleibt der Lift im 13. Stock stehen. Nun steckt Ritchie im desolaten Stockwerk fest, mitsamt seinen beiden Helfern & mitsamt ein paar Geiseln (u. a. Jaime Murray & Geoff Bell). Und jetzt kommt es erst so richtig dicke.
Ich habe damals bei irgendeiner Veröffentlichung von Legend-Film den Botched-Trailer gesehen & war ordentlich angefixt. Den muss ich sehen, dachte ich. Den muss ich kaufen, dachte ich. Tja, dann habe ich Depp das Denken eingestellt & den Film vergessen. Bis mir vor kurzem der Trailer erneut über den Weg gelaufen ist & ich wieder ordentlich angefixt war. Den muss ich sehen, dachte ich. Den muss ich kaufen, dachte ich. Also rein ins Internet & das Second-Hand-Steelbook für ein paar schmale Taler abgestaubt. Jetzt gab es nur noch ein Problem: Konnte der Film den hohen Erwartungen auch standhalten?
Oh ja, und wie er das konnte! Botched ist ein großer, aberwitziger Spaß, mit einem Anti-Helden, der straight-faced durch die haarsträubendsten Situationen stolpert, mit schrägen Figuren, die auf ihre dämliche & schrullige Weise sympathisch sind & mit völlig durchgeknallten Schurken, die für mächtig Blutfluss sorgen. Denn trotz FSK-16-Freigabe ist das Gemetzel überaus deftig & saftig geraten, wenngleich die Härte durch den beigefügten Slapstick/Humor stark abgefedert wird. Eine richtig gelungene Fun-Splatter-Sause von Regisseur Kit Ryan, um den es danach leider eher ruhig geworden ist.