Out Of The Blue
Morgens in einer beschaulichen neuseeländischen Kleinstadt. Alles ist normal. Die einen fahren zur Arbeit oder in die Schule, andere gehen an den Strand oder bereiten die abendlichen Feiern vor. Niemand ahnt was bevorsteht.
Einem Nachbarn, dem einsiedlerischen Sonderling aus der letzen Baracke wurde der Kredit gekündigt und er dreht durch. Fortan schießt er auf alles, was sich bewegt, ganz gleich, ob Jung oder Alt.
Dieses realistisch dargestellte Szenario ist nicht ausgedacht, es handelt sich um ein True Crime-Drama. Über einen Tag dauert es bis die Einsatzkräfte den Amokläufer stellen können, man war einer solchen Situation „aus heiterem Himmel“ in keinster Weise gewachsen.Die Frage ist ob der Stoff reif für einen Film ist. Im Grunde hat er nur das Potential den Gewaltvoyeur im Zuschauer anzusprechen. Der aber wird sich (sollte sich) dann wieder daran erinnern, dass das Ganze auf Tatsachen beruht, also nicht unbedingt fiktiver Spaß ist. An großen Einblicken in die Seele des Täters und die Hintergründe seines Verbrechens jedenfalls versucht sich der Regisseur nicht, wodurch die Handlung sehr dokumentarisch wirkt. Wahrscheinlich soll die visuelle Darstellung der Kluft zwischen Beschaulichkeit und absolutem Chaos auf den Zuschauer wirken, und jeder seine eigenen kritischen Rückschlüsse auf soziale Gegebenheiten und Gefahren ziehen.