Jackie Chan versucht, eine Band von Kunstdieben zu stoppen.
Story:
China im 19. Jahrhundert - im verschlafenen Städtchen Lungshan leben die beiden Kumpels Dragon (Jackie Chan) und Cowboy (Micheal Chan - ein sehr realistischer chinesischer Name by the way...) in den Tag hinein. Beide haben etwas unter ihren strengen Vätern zu leiden, lassen es sich ansonsten aber recht gut gehen. Dragon will unbedingt das Herz von Alice, seiner Angebeteten endlich erobern. Keine leichte Aufgabe für ihn.
Gleichzeitig stiehlt eine Diebesbande mehrere antike Kunstgegenstände aus der Verbotenen Stadt. Eher zufällig kommen Dragon und Cowboy der Bande auf die Spur. Klare Sache, dass Dragon es nicht zulassen kann, dass die Antiquitäten verkauft werden...
Man sieht schon, wirklich viel macht die Story nicht gerade her und ich hoffe mal, dass ich sie so halbwegs richtig wiedergegeben habe. Die eigentliche Handlung um die Kunstgegenstände ist dabei sogar eher ins zweite Glied gerückt worden. Das Hauptaugenmerk liegt vielmehr auf den beiden Dödeln Dragon und Cowboy, die man bei ihrem Treiben beobachten darf. Ein Sinn will sich mir daraus aber nicht so recht erschließen, zumal beispielsweise die Story um Alice irgendwie im Sande zu verlaufen scheint.
Klar, die Choreographie der Kämpfe ist dabei einmal mehr spitzenmäßig ausgefallen und muss sich gewiss nicht hinter den anderen Highlights von Jackie's langer Filmographie verstecken. Nur die arg substanz - und im Grunde auch völlig belanglose Story machen dem Film doch arg zu schaffen und kosten in einige Punkte. Gerade im Vergleich zu den Güteklasse A-Filmen der folgenden, nunmehr schon 23 (!) Jahre (kleinere Abstriche natürlich hier und da) zieht "Dragon Lord" da doch eindeutig den kürzeren. Dabei sind im Prinzip schon alle Elemente vertreten, die Jackie's Filme so erfolgreich machen: Action, Slapstick und manchmal eine kleine Prise Romantik. Nur will das Ganze irgendwie kein stimmiges Gesamtbild ergeben.
Positiv zu erwähnen bleiben daher vor allem die Fights, auch wenn nur der Endkampf wirklich länger dauert. Auch die deutsche Synchro kann man mal loben, ausnahmsweise passt Jackie's Stimme hier mal zu ihm und hört sich auch professionell an.
Fazit: Gegen die zahlreichen (jüngeren) Klassiker hat "Dragon Lord" keine Chance. Dennoch ist er aufgrund der zahlreichen Gags und guten Kämpfe immer noch soweit in Ordnung, dass man ihn sich ruhig mal anschauen kann.
7 von 10 Punkten